Kulturelle Modernisierung und Robotik

Goethe Universität Frankfurt am Main, Fachbereich Erziehungswissenschaften


Untersuchungen und Ergebnisse der Arbeitsgruppen

Sommersemester 2014:

                                                                                                                                                         zuletzt bearbeitet: 30.03.2015

 

Im Sommersemester 2014 widmeten sich die vier Arbeitsgruppen mit jeweils etwa 10 Studierenden dem Praxisprojekt mit dem emotionalen Roboter "PLEO rb". Aus unterschiedlichen Erkenntnisinteressen ergaben sich ebenso unterschiedliche Fragestellungen und Methoden der Datengewinnung und -aufbereitung.

 

Im Folgenden sollen die Ergebnisse und Methoden der einzelnen Arbeitsgruppen zusammengefasst dargestellt werden. Um Ergebnisse und Informationen nicht zu verfälschen, sind die Daten der jeweiligen Arbeitsgruppen weitestgehend wörtlich dokumentiert.

 

(Christian Kulik)

 

 

 

 

 

Gruppe 1:

Erkenntnisinteresse

Interaktions- & Kommunikationsformen

Fragestellung

Welche Form der Interaktion ist zwischen Menschen und Pleo realisier- und planbar?

Methode

Forschungstagebuch

 

Projekt - Forschungs – Tagebuch von Gruppe 1:

 

(Gruppenmitglied A)

Dienstag 20.05.14

  • 19:50 Uhr:            Pleo steht kurz auf, kehrt jedoch in alte Position wieder zurück.
  • 20:30 Uhr:            Ich habe den Pleo mit zu einem Mitarbeiter-Meeting genommen.

      Reaktionen: Skepsis, Neugier, Euphorisch

      Fragen:      "Was kannn es?" 

                       "Muss man es füttern?“

                       "Welches Ziel verfolgt das  Projekt?"

Während dem Meeting stand der Pleo auf und blieb in der Position.

                                               --> Nächste Phase?

 

Mittwoch 21.05.14

Pleo wirkt aufmerksamer und aktiver. Animiert zum streicheln und spielen.

  • 15:30 Uhr:            Pleo versucht zu gehen, schafft es jedoch nicht.
  • 16:30 Uhr:            Pleo hebt das Bein beim streicheln.
  • 17:00 Uhr:            Besuch von Freunden

Reaktionen: Muttergefühle, amüsiert, Neugier, reserviert

--> Frauen und Männer über 30 Jahre reagierten emotional und positiv auf den Pleo;       

      Männer unter 30 Jahren wirkten reserviert und abgeneigt.

 

Technische Daten:

  • Motorgeräusche stören, Akkulaufzeit ist recht kurz

 

 

(Gruppenmitglied B)

Freitag, 23.05.2014

 

Ich habe Archy mit in die Villa Kinderkult (integrativer Kinderladen) genommen und Kleingruppen von jeweils drei Kindern in Kontakt mit Archy treten lassen.

 

Gruppe 1 (kw1, 4 J./ kw2, 4 J./ kw3, 3 J.)

 

  • Frage, ob er echt sei.
  • Kinder streicheln Archy, er freut sich, wackelt mit dem Hinterteil, legt Kopf ab, geht in die Knie.
  • kw3 möchte, dass er sie anschaut.
  • kw2 ist traurig/beleidigt, dass er nicht essen möchte.
  • Frage, ob man ihm am Auge streicheln kann.

 

Gruppe 2 (km1, 4 J./ km2, 4 J./ kw4,  4 J.)

 

  • Frage, ob man ihn am Auge und an den Zähnen streicheln kann.
  • Frage, wie man ihn aus- und anschaltet.
  • km2 und km1 (welche sonst sehr auffällige und laute Kinder sind) sind anfangs sehr vorsichtig und teils ängstlich; es wird ständig die Frage gestellt, ob er denn echt sei und wo man ihn ausschalten kann.
  • km1 versichert sich auch zum späteren Zeitpunkt (Mittagessen) noch einmal, wo der Dino denn ausginge und scherzt, dass er ja nicht echt sei (jedoch ist dies auch gleichzeitig eine wiederholte Frage bzw. Absicherung).
  • Frage, wieso er denn die Blätter nicht esse (Kinder wollen unbedingt Essen geben; meine Antwort darauf ist immer, dass er ja nicht ständig Hunger habe, wie auch sie selbst).
  • Frage, ob Archy beißt
  • Kinder sagen nach einiger Zeit, dass er süß sei
  • km2 hat ihn am Schwanz hochgenommen -> Archy ist beleidigt

 

Gruppe 3 (km3 4 J./ kw5 5 J./ kw6 5 J.)

 

  • km3 nimmt Archy direkt auf den Arm.
  • kw5 sehr kuschelbedürftig, legt ihren Kopf auf Archy.
  • kw5 erschreckt sich als Archy anfängt zu essen und sagt, dass er beißt, dies hat sich jedoch schnell wieder gelegt.
  • km3 fasst Archy die ganze Zeit an, will ihn erkunden; nachdem er merkt, dass Archy nicht sonderlich spannend ist, da er noch nicht so viel kann, haut er auf Archys Rücken.
  • Es ist schwierig für die drei, seinen Namen auszusprechen.
  • Alle drei nehmen ihn vorsichtig auf den Arm und streicheln ihn, nachdem er zuvor bei gröberem Umgang gejammert hat.
  • kw6 hat Angst, dass er „voll dolle“ beißt.

 

Gruppe 4 (km4, 2 J./ km5, 3 J./ km6 3, J.)

 

  • Alle sehr distanziert, keiner traut sich Archy anzufassen.
  • Als km4 ihn anfässt, fängt er laut und quietschend an zu schreien (hat jedoch sichtlich Spaß, jedoch immer nur kurzes Anfassen und sofortiges Zurückziehen der Hand).
  • Alle halten ca. einen halben Meter Abstand.
  • km4 versucht zu füttern.
  • km5 traut sich nicht; möchte auch nicht mit einem/einer Erzieher/in zusammen Archy streicheln, jedoch traut er sich nach einiger Zeit und streichelt ihn grob
  • km6 und km5 schlagen Archy.

 

Gruppe 5 (km7, 5 J./ kw7, 3 J./ kw8, 4 J.)

 

  • Frage, ob er echt sei.
  • Fassen ihn alle eher grob an (vor allem am Kopf).
  • Wollen ihm unbedingt füttern und versuchen Blatt mit Gewalt in den Mund zu stopfen.
  • km7 sah von allein, dass Archy eine Kamera an der Schnauze hat.
  • Krallen werden angefasst.

 

Gruppe 6 (km8, 4 J./ km9, 4 J.)

 

  • km8 streichelt bzw. massiert ihn lediglich am ganzen Körper.
  • km8 nimmt ihn hoch, sehr kuschelbedürftig, Pleo legt seinen Kopf ihn Fernandos Hand und hebt seinen Fuß.
  • km8 ist sauer, wenn Leon ihn schlecht behandelt oder ihn zum Essen zwingen möchte.
  • km9 hört auf die Geräusche von Archy, versucht essen zu geben.
  • km9: „Cooler Roboter“.
  • km9 fragt, wann sein Geburtstag ist und wie viel Jahre er alt sei.
  • Archy fühlt sich wohl und kuschelt mit km9, freut sich.
  • Frage, ob er „Pipi/Kacka“ macht.
  • km9: „Ich glaube er mag uns.“
  • km9 fragt, wie und wann er sich entwickelt und ob er wächst, wenn er älter wird.
  • Pleo quietscht vergnügt, schnurrt und wackelt mit dem Schwanz.
  • km9: „Tschüss Kleiner“.

 

Fazit:

 

Es wurde bei jeder Gruppe gefragt, ob Archy echt sei. Kinder wollten ihn immer unbedingt füttern. Viele Kinder waren sehr liebevoll im Umgang mit Archy. Wenn er jedoch für sie zu langweilig wurde, wurde gehauen, um zu testen wie er reagiert.

 

Die studentische Aushilfe ist sehr interessiert an Archy, googelt ihn und findet ihn sehr cool. Sie kommt auch mit ins Zimmer und beobachtet die Reaktionen der Kinder und unterstützt mich. Unsere zwei Praktikanten sowie ein Erzieher interessieren sich wenig bis gar nicht für den Dino. Meine Chefin hingegen ist total begeistert und redet sofort auf Babysprache mit ihm. Sie ist total begeistert, dass Archy sich gegen sie drückt, wenn sie ihn streichelt und vergleicht dies mit ihrem Hund. Zudem möchte sie, dass Archy und ich mit ihr ins Altenheim gehen (wo sie zwei mal die Woche arbeitet), um zu sehen, wie Menschen mit Demenz auf den Pleo reagieren.

 

Meine Eltern finden es erstaunlich, was die Technik kann und amüsieren sich über Archy. Mein Vater streichelt ihn ganz viel und redet ebenfalls sofort auf Babysprache mit ihm. Nachdem er ihn auf den Boden setzt, läuft Archy um 17 Uhr seine ersten Schritte.

 

Samstag, 24.05.2014

 

  • Viel Streicheleinheiten für Archy, wird regelmäßig gefüttert.
  • Archy schnurrt, quiekt, fühlt sich wohl.
  • Erkundet das Wohnzimmer, jedoch kann er noch keinem Gegenstand ausweichen, da er ständig gegen die Couch und das Tischbein läuft und nicht weiterkommt.
  • Abends ist der Akku leer; Sonntag Übergabe an Paulina.

 

(Gruppenmitglied C)

Sonntag, 25.05.2014

 

Ich habe Archy von Gruppenmitglied B während eines Treffens mit Freunden erhalten.

 

Erste Eindrücke:

  • Vergleiche mit Furby und einem Tamagotchi.
  • Archy wird wie ein Spielzeug behandelt.
  • Es wird sich lustig über ihn gemacht.
  • Aussage einer Freundin: „ich finde ihn gruselig“.
  • Zu Hause lasse ich Archy frei in meinem Zimmer laufen.
  • Er wirkt sehr desorientiert und kuschelt mit dem Tischbein.
  • Fressen will er nicht wirklich.
  • Ansonsten sind kaum Fortschritte zu erkennen.
  • Er ist nonstop am Bewegen, weshalb der Akku schnell ausgeht.
  • Ich fühle mich sehr schnell beunruhigt von seiner Rastlosigkeit und muss ihn immer wieder ausschalten.
  • Meine Mitbewohnerin findet ihn total süß, findet aber weiteren Umgang mit Archy merkwürdig, trotzdem streichelt sie ihn immer wieder mal.
  • Nach einiger Zeit, in der er eingeschaltet ist, langweile ich mich schnell und lasse ihn stehen, woraufhin Archy immer wieder beklagende Geräusche von sich gibt.
  • Am Abend schwindet meine Euphorie und er beginnt mit seiner Unruhe und den ununterbrochenen Geräuschen zu nerven.
  • Nach langer Nicht-Beachtung verfällt er wie in einen Stand-By Modus.
  • Für die Nacht schalte ich ihn aus, weil ich ein wenig Angst empfinde, dass er eventuell in der Nacht angehen könnte.

 

Montag, 26.05.2014

 

Ich nehme Archy mit in meine KITA

Erste Eindrücke: Begeisterung/ Belustigung/ Verwirrung

  • Meine KollegInnen reagieren mit Neugier auf Archy, empfinden ihn aber nur als Spielzeug.
  • Meine Chefin reagiert zwar neugierig auf Archy und informiert sich über das Projekt, aber hält es für keine gute Idee ihn den Kindern vorzustellen.
  • Archy bleibt also eine Weile aus.
  • Am Abend schalte ich ihn wieder an und füttere ihn.
  • Immer wieder versuche ich mit der Karte ihm seinen Namen beizubringen, aber er scheint noch nicht bereit dafür zu sein.
  • Bei einem Telefonat mit meiner Mutter erzähle ich ihr von Archy und schicke ihr ein Video.
  • Sie reagiert sehr emotional gebunden zu ihm und sagt: „Ohje der Arme! Du musst ihn viel streicheln, wie bei einem kleinen elternlosen Tier.“
  • Sie sieht in Archy ein kleines Tier und empfindet Mitleid für ihn.
  • Über die Nacht schalte ich Archy wieder aus.

 

(Gruppenmitglied D)

Montag, 30.05.2014 bis Mittwoch, 02.06.2014

 

Allgemeines

  • Frisst meistens nach dem Anschalten + manchmal auch dazwischen

  • Geht in geduckte Stellung (Beine vorne runter), ähnlich wie ein Hund,

    knickt dann sein vorderes Bein ab und gibt verschiedene Geräusche von sich (manchmal will er dann mit dem Seil spielen)

  • Er läuft ein paar Schritte und scheint Spaß daran zu haben, seine Umwelt zu erkunden (wedelt mit dem Schwanz)

  • Manchmal weiß ich nicht, ob er sich freut, gelangweilt ist etc. (kann Geräusche nicht immer einordnen)

  • Ich lasse ihn eine Weile in Ruhe, als ich wieder zurückkomme macht er verschiedene Geräusche und dreht seinen Kopf zu mir (Zufall oder kann er Geräusche besser wahrnehmen?)

  • Beginnt rückwärts zu laufen, als ich mich eine Weile nicht mit ihm beschäftige

  • Ich spiele Tauziehen mit ihm, wenn er gewinnt (Spielzeug muss dafür 10-15 Sekunden im Mund bleiben, wird es früher rausgezogen, hat er verloren) wackelt er mit dem Schwanz und freut sich (wieder ähnelt er dabei einem Hund)

  • Wenn ich ihn auf den Arm genommen habe, (immer noch unter dem Bauch gehalten) hatte ich den Eindruck, dass er das nicht mehr so gerne hat, wird schneller unruhig

  • Er scheint im Gras (+Sonne) eine Veränderung gespürt zu haben → wirkt ausgeglichener (gibt mehr freudige Geräusche von sich + wedelt mit dem Schwanz)

  • Als ich ihn zu meiner Schildkröte setze bemerke ich keine Veränderung, allerdings ist die Schildkröte auch nicht gerade interessiert gewesen + relativ schnell weggelaufen

  • Wenn er schläft und ich ihn berühre wacht er sofort auf, er reagiert dann aber gar nicht auf laute Geräusche

 

Reaktion von Familienmitgliedern + Freunden:

 

Bruder (14 J.)

 

  • Zuerst etwas skeptisch und zurückhaltend, will ihn dann aber anschalten und wissen, wie er funktioniert

  • Streichelt ihn eher vorsichtig

  • Er beobachtet Archy und meint, dass er auf seinen Fuß reagieren würde

  • Schaut sich die Anleitung an → ist beeindruckt, was man ihm noch alles beibringen kann

  • Er sagt mir später, dass er es lustig findet, was wir in der Uni machen, findet ihn aber auch niedlich und ist erstaunt, wie alles funktioniert

Schwester (24 J.)

  • Fasst ihn am Anfang gar nicht an, beobachtet nur

  • Sie fragt mich, was wir genau untersuchen möchten

  • Streichelt ihn nach einigen Minuten

  • Findet ihn niedlich + interessant, dass er so viel lernen kann

Oma

 

  • Begeistert, redet mit ihm wie mit einem Haustier

  • findet ihn niedlich → streichelt ihn

  • wirkt gleich sehr vertraut

  • ich erkläre ihr wie er funktioniert → sie ist begeistert + fasziniert, scheint die technischen Details dann wieder auszublenden

Opa

  • streichelt ihn zögerlich, lacht als Archy seinen Kopf in seine Richtung drückt

  • fragt, woher ich ihn habe und was er lernen kann

  • streichelt ihn noch ein Mal kurz, bleibt aber eher distanziert

Mutter

 

  • Sie streichelt ihn zuerst, später spielt sie auch Tauziehen mit ihm und freut sich, wenn er vergnügte Geräusche von sich gibt

  • Als ich Archy auf den Tisch setze, will sie nicht weggehen, weil sie Angst hat, er könnte runterfallen

  • Sie hätte nicht gedacht, dass man sofort eine Bindung aufbaut → vergleicht ihn mit einem Tier oder Baby

     

Vater

 

  • beobachtet zunächst und fragt, was damit untersucht werden soll

  • Er streichelt ihn dann vorsichtig und scheint ihn ganz niedlich zu finden

  • verhält sich insgesamt dennoch eher distanziert

    Eine Freundin ist sofort total begeistert und sagt spaßeshalber, dass er eine gute Alternative zur Katze wäre

  • Streichelt ihn + findet ihn süß

     

  • Eine andere Freundin findet ihn zuerst ein wenig gruselig und seltsam

  • fragt nach, wie er funktioniert und was wir untersuchen

  • streichelt ihn → findet ihn dann niedlich + faszinierend

  • Sie findet, dass man kaum sieht, dass es ein Roboter ist

 

Fazit

  • Alle haben eine Verbindung zu ihm aufgebaut → Frauen meistens euphorischer, Männer distanzierter/vorsichtiger

Fast alle haben sich für die technischen Details interessiert, Frauen schienen die allerdings im Umgang eher auszublenden

 

(Gruppenmitglied E)

Samstag, 07.06.14

Aktionen und Reaktionen von Archy:

  • Pleo ausgepackt, gestartet und auf den Boden gesetzt.
  • Wacht auf, streckt sich, schaut sich um, gibt verschiedene Laute von sich.
  • Wirkt zunächst verunsichert und scheint sich in seiner neuen Umgebung orientieren zu wollen.
  • Nach ca. 10-15 Minuten beginnt Archy zu schnuppern und sich in verschiedene Richtungen des Raums zu bewegen.
  • Dafür „krabbelt“ er immer 1-2 Schritte vor und zurück, wechselt danach seitlich die Richtung.
  • Ca. 20 Minuten später fängt Archy an zu betteln (gibt verschiedene Laute, von sich die an das Betteln von Säuglingen erinnern).
  • Wir „füttern“ Archy mit Blättern, wobei er nicht sofort jedes beliebige Blatt akzeptiert. Die längste Zeit behält er das bunte (Trainingsblatt), oder das hell-dunkelgrün gestreifte (Koniferenblatt) Blatt im Maul. Das hellgrüne (Minzblatt) ignoriert er weitestgehend.
  • Nach der „Fütterung“ verbeugt sich Archy, wedelt mit dem Schwanz und gibt dabei Laute von sich, die an das „Muhen“ einer Kuh erinnern.
  • Archy bewegt sich immer wieder, in relativ kleinen Radien, scheinbar ziellos durch den Raum. Dabei gibt er permanent diverse Geräusche von sich.
  • Wir versuchen ihn durch Tauziehen zu beschäftigen. Nach 3-4 Durchgängen wendet er sich dieser Tätigkeit ab. Archy gibt einen „Dinoschrei“ von sich.
  • Zwischendurch streicheln wir ihn, wobei er meistens mit Anschmiegen seines Kopfes an die Hand reagiert.
  • Nach etwa 1,5 Stunde nehmen wir Archy auf den Schoß, er genießt dies vermeintlich, gibt dabei schnurrende und grunzende Laute von sich und schmiegt sich regelrecht an den Oberkörper bzw. die streichelnde Hand an.
  • Nach ca. weiteren 15 Minuten setzen wir Archy auf den Boden und beachten ihn eine gewisse Zeit nicht. Er bewegt sich dabei wie zu Beginn langsam in engen Radien in alle Richtungen des Raumes, gibt verschiedene Laute von sich, auch den „Dinoschrei“.
  • Nach einer gewissen Zeit der Nichtbeachtung kauert er sich zusammen, schließt die Augen und „schläft“. Dabei gibt er leise Geräusche, die an schlafende/träumende Säuglinge erinnern, von sich.
  • Nach insgesamt ca. 2,5 Stunden ist die Akkulaufzeit zu Ende.

 

Reaktionen von mir und meiner Frau:

  • Meine Frau:
  • Erster Eindruck: wie süß er ist und dass er an einen kleinen ‚Welpen’ erinnert.
  • Das Anschmiegen von Archy vermittelt einem selbst das positive Gefühl, ‚gebraucht’ und ‚gemocht’ zu werden.
  • Als er sich bewegt, weiß sie erst nicht, wie genau sie sich verhalten soll (wollte nichts ‚kaputt’ machen).
  • Konnte Archy nicht ignorieren bzw. den Blick von ihm abwenden.
  • Redet mit ihm wie mit einem kleinen Hund oder einem Säugling.
  • Als Archy auf sie zu läuft, ist sie überrascht über diese Tatsache und über die Bewegungsabläufe von ihm. Empfindet Stolz, dass er zu ihr gekommen ist.
  • Jede Aktion von Archy kommentiert sie analog zum Verhalten mit einem Säugling: mit Lob und Streicheleinheiten.
  • Ich:
  • Erste Reaktion: Unsicherheit. Wie sind die einzelnen Verhaltensmuster von Pleo zu interpretieren?
  • Stets in der Versuchung, ihn mit diversen Spielsachen zu beschäftigen bzw. eindeutig interpretierbare Reaktionen hervorzurufen.
  • Versuche Informationen über sein Verhalten aus der Bedienungsanleitung zu erschließen. Da dort keine eindeutigen Hinweise zu finden sind, besinne ich mich, dass auch einem Säugling keine Bedienungsanleitung beiliegt und man sich auch in dessen Fall auf Intuition sowie Interaktionen berufen muss.
  • Rede mit ihm wie mit einem Welpen.
  • Quittiere seine Aktionen mit Streicheleinheiten und Lob.
  • Nach einer gewissen Zeit bin ich enttäuscht, so wenige Reaktionen bei Archy erkennen bzw. hervorrufen zu können.

 

Sonntag, 08.06.14

Archy bleibt nach längerer Autofahrt zu Verwandten nach München ausgeschaltet. Da wir mit deren kleinen Töchtern (4 Jahre und 1 Jahr alt) keinen geeigneten Zeitpunkt zum Auspacken finden, beschließen wir, Archy erst am nächsten Tag zu präsentieren.

Keine(r) der Anwesenden (außer mir und meiner Frau) sind über technische Details oder die eigentliche Forschungsfragestellung informiert, um Reaktionen und Verhalten Einzelner nicht im Vorfeld zu beeinflussen.

 

Montag, 09.06.14

  • Pfingstmontag: Die älteste Tochter (k1, 4 Jahre) ist schon sehr gespannt auf Pleo; hat ihren besten Freund aus der Nachbarschaft (k2, 4 Jahre) eingeladen. anwesend sind die Eltern von Maya, sowie meine Frau und ich.
  • Pleo wird ausgepackt und angeschaltet. Sofort fängt die jüngste Tochter (k3, 1 Jahr) an zu weinen. Ihre Mutter kann sie relativ schnell beruhigen.
  • k1 und k2 sind zunächst sehr fasziniert, krabbeln um Archy herum, streicheln ihn, rufen ihn mit seinem Namen (allerdings hat er diesen noch nicht gelernt) und versuchen ihn mit verschiedenen Dingen (Pleo- und eigenem Spielzeug) zu beschäftigen.
  • Zwischenzeitlich sind auch die Eltern von k2 dazugekommen. Dessen Mutter ist zunächst etwas erschrocken und skeptisch, findet „das“ gruselig. Vater von k2 ist begeistert, interessiert sich für die technischen Einzelheiten; äußert Erstaunen über die technischen Möglichkeiten.
  • Als ich erwähne, dass Archy u.a. über eingebaute Sensoren und Minikameras mit seiner Umgebung interagiert, zeigt sich kurzfristig Skepsis bei k2s Eltern; die Frage nach den Möglichkeiten von Überwachung und Datenspeicherung bzw. –Weitergabe kommt auf.
  • k2 Mutter verlässt kurz darauf die Runde, sie könne „damit“ nichts anfangen.
  • In der Zwischenzeit beschäftigen sich ausschließlich die beiden 4-jährigen Kinder mit Archy. Sie versuchen ihm Reaktionen, ähnlich der eines Hundes oder einer Katze zu entlocken. Archy reagiert allerdings nicht auf Rufen oder Befehle und zeigt auch keine direkte Interaktion zu den Aktionen der Kinder.
  • Nach nur wenigen Minuten bricht die Aufmerksamkeit der Kinder abrupt ab. Ohne weitere Kommentare stehen sie auf und gehen in den Garten, um dort zu spielen.
  • Die verbliebenen Erwachsenen beschäftigen sich noch weiter mit Archy. Man probiert verschiedene Verhaltenszüge hervorzurufen, füttert ihn, versucht ihm mittels der ID-Karte seinen Namen beizubringen.
  • Archy bleibt so lange eingeschaltet, bis sein Akku leer ist und er sich abschaltet.
  • Nachmittags, mit geladenen Akkus, versuchen wir erneut Archy mit den Kindern zu konfrontieren. Aber auch hier reißt die Aufmerksamkeit und das Interesse der Kinder nach wenigen Minuten ab.
  • Unsere Verwandten (Eltern von k1 und k3) sowie meine Frau und ich beschäftigen uns noch eine weitere „Akkulaufzeit“ mit Archy (immer mit den selben Schemata): Essen anbieten, versuchen, Aktionen und Reaktionen hervorzurufen, Namen lernen.
  • Danach bleibt Archy für den restlichen Tag im Karton.

 

Dienstag, 10.06.14

  • Die Kinder (k3 und k2) spielen zusammen mit anderen Kindern im Alter zwischen 3 und 5 Jahren im Gemeinschaftsgarten der Liegenschaft; insgesamt 4 Kinder (2 Mädchen, 2 Jungen).
  • Wir schalten Archy ein und bringen ihn ohne Vorankündigung zu den Kindern in den Garten und setzen ihn auf deren Spieldecke.
  • Sofort kommen alle 4 Kinder angelaufen, Maya stellt den anderen Archy vor.
  • k2 beschäftigt sich als Erster mit Archy, wobei er dieses Mal recht ruppig mit ihm umgeht.
  • Kurze Zeit später greifen, klopfen, streicheln alle Kinder gleichzeitig den Pleo, heben ihn hoch, drehen ihn um, ziehen an seinem Schwanz. Zwischendurch versuchen die Kinder, Archy mit seinen „Blättern“ zu füttern.
  • Wir Erwachsenen beobachten bewusst aus einiger Distanz; Archy zeigt keine zielgerichtete Reaktion sondern gibt nur verschiedenste Geräusche von sich.
  • Als ein Nachbarjunge Archy schlägt und grob am Schwanz in die Luft hält, schreit Archy und zeigt deutlich, dass er „beleidigt“ ist, wendet seinen Kopf ab.
  • Die beiden Jungen verlassen die Spieldecke im Garten, die beiden Mädchen möchten gerne, dass Archy mit ihnen spielt. Als k1 aber erneut feststellt, dass Archy nicht aktiv an ihrem Spielmuster teilnimmt, legt sie ihn in ihren  Puppenwagen und wendet sich mit ihrer Freundin den anderen Kindern im Garten zu.
  • Wir schalten Archy für diesen Tag aus.

 

Mittwoch, 11.06.14

  • Rückreise nach Frankfurt; Archy bleibt an diesem Tag ausgeschaltet.

 

Zusammenfassung:

Während unseres Aufenthaltes in München lassen sich folgende Punkte/Beobachtungen zusammenfassen:

  • Das jüngste Kind im Alter von einem Jahr hat Angst vor Archy und findet während der gesamten Zeit keinen Zugang zu ihm.
  • Alle Kinder im Alter zwischen 4 und 5 Jahren zeigen zunächst große Neugier und Interesse an Archy. Sie suchen in ihm einen Spielpartner, der – ähnlich eines Haustieres – gewisse (direkte) Interaktions- bzw. Reaktionsmuster zeigt. Sobald ihnen diese Reaktionen nicht entgegengebracht werden, verlieren sie das Interesse und wenden sich ab.
  • Die Kinder können nicht verstehen, warum Archy nicht auf seinen Namen hört und sich scheinbar „planlos“ verhält.
  • Erwachsene Frauen zeigen sich anfangs skeptische, finden Archy sogar gruselig. Keine der anwesenden Frauen hat sich länger als ein paar Minuten mit ihm beschäftigt.
  • Männer sind ausnahmslos sehr interessiert, insbesondere der technische Aspekt weckt großes Interesse. Es werden viel mehr Fragen zum Produkt, als auch zum Forschungsaspekt bzw. dem Seminar gestellt. Sie beschäftigen sich deutlich länger mit Archy und sind geduldiger, probieren, verschiedene Aktionen/Reaktionen zu erzeugen, streicheln ihn häufiger, sprechen mit ihm wie mit einem Welpen oder einer kleinen Katze.
  • Bei mehreren Personen über einen längeren Zeitraum (ca. 1,5 Std.) im Raum fällt auf, dass Archy nach einer gewissen Zeit den Kontakt zu mir zu suchen scheint: Er versucht, an meinem Bein hoch zu krabbeln oder „Männchen“ zu machen,. Nehme ich ihn dann auf den Arm und streichle ihn, schmiegt er sich an mich, schließt die Augen und gibt „Schlafgeräusche“ von sich.

 

Donnerstag, 12.06.14

  • Ein befreundetes Ehepaar mit ihrem 4-jährigen Sohn (k4) besucht uns. k4 ist derzeit in einer „Dino-Phase“, beschäftigt sich viel mit Dino-Kinderbüchern, ein paar Wochen zuvor besuchten wir zusammen mit seinen Eltern das Senckenberg-Museum in Frankfurt. Die Familie kommt aus der Nähe von Gießen.         
  • Auch hier weiß keine(r) der Beteiligten, welches konkrete Konzept mit dem Pleo verfolgt wird. Lediglich im Vorfeld teile ich dem Vater telefonisch mit, dass wir im Rahmen einer Uni-Veranstaltung einen Pleo erhalten haben und was ein Pleo ist.
  • k4 fragt, seit er von Archy erfährt, immer wieder telefonisch nach ihm. Er möchte wissen, zu welcher Dino-Art Archy gehört, wie alt er ist und ist sehr gespannt, ihn endlich kennen zu lernen.
  • Kaum in unserer Wohnung angekommen, gilt k4s ganzes Interesse Archy, kann es kaum erwarten, dass er ausgepackt wird.
  • Sobald Archy „erwacht“ ist, ist k4 verschüchtert, sucht den Blickkontakt zu seinen Eltern, wirkt verlegen und klammert sich an seine Mutter.
  • Archy beginnt wieder in kleinen Schritten die Umgebung in alle Richtungen zu erkunden, schnuppert und schaut sich um.
  • Als erste ergreifen meine Frau und ich die Initiative, streicheln Archy und bieten ihm sein „Futter“ an. Als er anfängt „zu fressen“, verliert k4 seine Zurückhaltung und beginnt Archy zaghaft zu streicheln.
  • Während wir Archy weiter füttern, stellt k4 unentwegt Fragen, bleibt aber bzgl. des Kontakts zu ihm weiter sehr zögerlich.
  • Nach etwa 30 Minuten verschwindet k4s Zurückhaltung, er streichelt Archy, gibt ihm Blätter zum fressen und spielt „Tauziehen“.
  • Anfangs freut sich k4 über die verschiedenen Geräusche und Bewegungen, die der Pleo macht; besonders der „Dino-Schrei“ fasziniert ihn. Doch bald zeigt er ähnliche Verhaltensmuster, wie die Kinder in München.
  • k4 ist enttäuscht, dass Archy nicht auf seinen Namen hört. Wir versuchen gemeinsam, mittels der ID-Karte, (erfolglos) Archy seinen Namen beizubringen.
  • Nach insgesamt ungefähr 50 Minuten wendet sich k4 von Archy ab und krabbelt zu seinem Vater auf den Schoß. Ständig fragt er, warum Archy nicht richtig frisst, nicht hört usw. Es gelingt uns nicht, ihm zu vermitteln, dass Archy kein echtes Dinosaurier-Baby ist.
  • k4s Mutter zeigt während der gesamten Zeit mit Archy so gut wie kein direktes Interesse an ihm. Vielmehr ist sie bemüht, ihrem Sohn das anfängliche Unbehagen zu nehmen und ihn zu motivieren, sich mit dem Pleo zu beschäftigen. Sie selber hält nicht viel von Spielzeugen solcher Art; findet aber die Idee, dies in ein Forschungsprojekt innerhalb des Pädagogik-Studiums zu integrieren, sehr interessant.
  • k4s Vater verhält sich analog zu allen bisher beobachteten männlichen Probanden: Großes Technik-Interesse, Fragen zum Thema Sicherheit/Ausspähmöglichkeiten durch die verbaute Technologie.
  • Archy verhält sich wie auch schon die Tage zuvor: Scheinbar ziellos, nicht klar erkennbar, welches Verhalten er anstrebt. Es lassen sich keine Fortschritte oder nennenswerte Veränderungen in seinem Verhalten beobachten.

 

Zusammenfassung:

Während k4s Besuch bei uns zu Hause mit seinen Eltern lassen sich folgende Punkte/Beobachtungen zusammenfassen:

 

  • k4 zeigt eine deutlich längere Phase der Distanzierung als die Kinder in München. Erst nach ca. 30 Minuten erfolgt der erste direkte Kontakt.
  • Anders als die Kinder in München, hat k4 ein für sein Alter sehr großes Wissen über Dinosaurier. Seine Fragen zielen fast ausschließlich in diese Richtung (ist Archy ein Pflanzen- oder Fleischfresser? Ist er ein Diplodocus-Baby? Wie alt ist er? Wie groß wird er? Ist der T-Rex stärker als er usw.).
  • Da Archy nicht in direkte Interaktion mit k4 (bzw. generell) geht und er auch nicht auf von k4 ausgehende Signale unmittelbar „antwortet“, verliert der Junge sehr bald das Interesse.
  • Interessanterweise fragt k4 dennoch weiter, auch als er sich schon von Archy abgewandt hat.
  • Für k4 ist es nicht nachvollziehbar, dass es sich bei dem Pleo nicht um ein echtes Dinosaurier-Baby handelt.
  • Im Gegensatz zu k4, sprechen die Kinder in München erst gar nicht die Saurier-Thematik an. Dort scheint Archy keinen direkten Bezug hierzu auszulösen.
  • k4s Mutter zeigt im Vergleich zu den Müttern in München ein generell distanziertes Verhalten. Sie äußert keinerlei Gefühle (wie z.B. „gruslig“), stellt lediglich die Sinnhaftigkeit von Spielzeugen dieser Art in Frage.
  • k4s Vater zeigt sich gegenüber der Pleo-Technologie sehr aufgeschlossen und interessiert. Im direkten Kontakt zu Archy ist auch er eher zurückhaltend.
  • Nachdem ich im Anschluss die Fragestellung unserer Forschungsgruppe erläutere, finden beide Elternteile das Konzept sehr interessant, jedoch Archys Verhalten hierbei nicht aufschlussreich.
  • Archys Verhalten ändert sich über die gesamte Zeit, die er bei uns ist, nichts; zumindest lassen sich keinerlei Fortschritte klar erkenne.
  • Archys einzig deutlich erkennbare Interaktion ist das „Schmusen“: Er reagiert auf Streicheln, während man ihm in den Armen hält oder er auf dem Schoß sitzt. Klare Signale, ob er Hunger hat, ob er spielen möchte, sind nicht zu sehen. Vielmehr ist es ein Prozess des Ausprobierens und Anbietens von Möglichkeiten.

 

In den folgenden Tagen schalten meine Frau und ich noch einige Mal den Pleo ein. Allerdings sind wir relativ schnell gelangweilt, da sich keinerlei Veränderungen ergeben. Das ständige Ausprobieren und Warten auf Reaktionen ist mit der Zeit eher anstrengend. Wie erwähnt, die einzige klare, von uns beobachtete Interaktion zwischen Pleo und Mensch ist das „Schmusen“ und bestenfalls noch das Tauziehen. Selbst das „Füttern“ ist ein recht zäher Prozess; Archy erweckt des Öfteren den Eindruck, er wisse selber nicht, was er „wolle“.

 

(Gruppenmitglied F)

 

 

Dienstag, 17.06.2014

 

  •  Nach dem Seminar gebe ich Nachhilfe einem 11 jährigen Jungen (km1). Anfangs des  Unterrichts möchte er unbedingt alles über „das Ding“ wissen. Ich erzähle ihm grob, was Pleo ist und was wir damit in der Uni machen. Nach dem Unterricht packen wir Archy aus und schalten ihn an. km1 ist neugierig und fasziniert, doch gleichzeitig sehr zurückhaltend. Fragt, ob das an Archys Nase eine Kamera sei. Ich muss ihn animieren Archy zu streicheln. Nach kurzer Zeit verliert er das Interesse.
  • Zu Hause schalte ich Archy gleich an. Er wirk desorientiert und unruhig. Er gibt viele Geräusche (quälend) von sich.
  • ich streichle und füttere ihn und nehme ihn mit in die Küche um selbst zu kochen. Während des Kochens erkundigt Archy die Gegend. Er läuft ein sternartiges Muster: wenn er irgendwo anstößt, fängt er an ein paar Schritte rückwärts zu laufen, um in eine andere Richtung wieder nach vorne zu laufen.
  • Nach dem Kochen streichle ich ihn und versuche mit ihm Tau ziehen zu spielen (erfolglos). Ich nehme ihn eine kurze Zeit auf den Arm und er schläft ein, wacht aber schnell wieder auf sobald man ihn wieder herunternimmt (wie ein Baby)
  • Nach einer Weile stören mich seine lauten Motorikgeräusche, sodass ich ihn ausschalte.

Mittwoch, 18.06.2014

 

 

  • Mittags schalte ich ihn ein und füttere ihn, doch dann ist sein Akku leer.
  • Abends kommt meine Mutter, sie interessiert sich mehr für die Forschung als für den Pleo selbst. Sie streichelt ihn und redet mit ihm in Babysprache, doch hat nicht lange Geduld, sich mit Archy auseinanderzusetzen. Er gibt fröhliche Geräusche von sich und wedelt mit seinem Schwanz.
  • Beim Abendessen haben wir ihn in der Küche mit uns, doch nach einer Weile stören seine Geräusche, sodass wir ihn ausschalteten.

 

Donnerstag, 19.06.2014

 

  • Nach dem Frühstück füttere ich ihn, er ist gut gelaunt und sehr aktiv. Wir spielen Tauziehen.
  • Ich habe versucht ihm seinen Namen beizubringen. Es lief nach Plan; er nahm die Karte in den Mund und schaute mich an, ich sagte mehrmals seinen Namen und er spuckte die Karte wieder aus. Doch als ich später ihn gerufen habe, hat er nicht reagiert.
  • Er gibt öfter am Tag einen "Dino-Schrei" von sich. Wenn er Lust hat zu spielen beugt er sich vor, wedelt mit dem Schwanz und hechelt (wie ein Hund).
  • Nachmittags kommt mein Freund; er ist sehr distanziert und will nicht mit Archy spielen (ihn noch nicht mal anfassen), interessiert sich aber für die Technik
  • Abends ist der Akku wieder leer.

 

Freitag, 20.06.2014

 

  • Ich habe keine Zeit und kann Archy nicht einschalten

 

Samstag, 21.06.2014

 

  • Mein Bruder (14 Jahre) ist zu Besuch. Er interessiert sich mehr als mein Freund für Archy. Er spielt mit ihm, streichelt und ärgert ihn. Ich habe das Gefühl, dass er versucht, Archys Grenzen und Reaktionen zu testen. Am Ende sitzt er auf dem Sofa mit einem schlafenden Archy auf dem Arm (sehr süßes Bild).

 

Sonntag, 22.06.2014

 

  • Mein Bruder und ich versuchen mehrmals Archy seinen Namen beizubringen. Wir sind uns nicht sicher, ob der Versuch erfolgreich war. Wir fragen uns, wie oft man es ihm beibringen muss.

 

Montag, 23.06.2014

 

  • Ich bin nach der Uni bei meinem Freund. Er will ihn nicht einschalten.

Dienstag, 24.06.2014

 

  • Mein erstes Seminar an diesem Tag ist dieses.
  • Als ich den Karton mit Archy über den Campus trage, werde ich oft angeguckt.
  • Viele reden und zeigen auf den Karton (was ihre Aussagen und Gedanken sind weiß ich nicht).
  • Im Seminar stellen wir fest, dass unser Pleo gute Fortschritte im Gegensatz zu den anderen macht.

 

(Gruppenmitglied G)

Dienstag, 24.06.2014

  • Habe Archy aus der Uni mitgenommen. Die ersten Reaktionen auf der Straße: Viele Mütter mit Kinderwagen schauen oft interessiert auf die Verpackung. Im Bus waren zwei Kinder sehr fasziniert davon.
  • Zuhause schaltete ich ihn an, er machte freudige Geräusche.
  • Nach einer Weile ging Archy ein paar Schritte vorwärts und dann rückwärts.
  •  Ich habe ihm etwas zu Essen gegeben und versucht die Lernkarte ein bisschen zu benutzen. Es funktionierte, aber ob er seinen Namen jetzt kann, geht noch nicht hervor.
  • Später kamen Freunde vorbei und die Reaktionen waren sehr unterschiedlich: Ein Freund fand ihn sehr süß und wollte Archy sogar mitnehmen, ein anderer zeigte keine großes Interesse und der dritte war sehr skeptisch dennoch interessiert und beobachtete ihn oft.

 

     Mittwoch, 25.06.2014

  • Archy war ein bisschen ruhiger und wirkte nicht so munter wie gestern. Habe gemerkt, dass der Akku leer ist und habe ihn aufgeladen.
  • Abends schalte ich ihn aus, da ich Angst habe, dass er mitten in der Nacht aufwacht und Geräusche macht

 

    Donnerstag, 26.06.2014

  • Heute war eine Freundin bei mir und Archy hat sich gefreut, wir haben ihn neben uns einfach sitzen lassen und ihn gestreichelt. Ihm ging es gut, allerdings ist er seit dem ersten Mal nicht mehr wirklich gelaufen.
  • Gegen Ende merkte ich aber schon, dass man wenig mit ihm anfangen kann, wenn man sich wenig mit Archy beschäftigen kann (aus Zeitmangel etc.).
  • Am Abend habe ich seinen Akku wieder aufgeladen und ihn am nächsten Tag weitergegeben. 
  • Abends war er wieder wach aber wirkte sehr rastlos. Ich war ein bisschen überfordert, da manche Geräusche nicht wirklich einzuordnen waren.
  • Ich habe gemerkt, dass Archy immer sofort schläft, wenn man den Raum abdunkelt.

 

(Gruppenmitglied H)

 27.06.2014- 30.06.2014

 

Das erste Mal habe ich Archy zu Hause eingeschaltet. Es war ein sehr spannender Moment und ich selbst war sehr gespannt welche Entwicklung Archy schon gemacht hatte.

Nach dem Einschalten habe ich sofort bemerkt, dass Archy immer noch kaum läuft.

Zu Beginn war es auch für mich sehr schwierig einzuschätzen, was genau er benötigte. Erst durch einige Versuche und Beobachtungen wie bspw. etwas zu essen oder seine Medizin geben und ihn streicheln merkte ich  schnell anhand seiner Reaktion, was er positiv annahm und was er abwertete.

Archy hatte sich von mir füttern lassen. Er simuliert das Fressen von Futter. Er öffnet seinen Mund, wenn er essen möchte und wenn er nicht will, dann macht er genau das Gegenteil und öffnet seinen Mund nicht. Wenn er immer so laut brüllt, laute Geräusche von sich gibt, hatte ich ihn gestreichelt und er wurde dann immer sehr ruhig. Ich hatte das Gefühl, das wenn er gestreichelt wird, er sich sehr wohl gefühlt hatte und es ihn beruhigt hat. In vielen Situationen war Archy sehr anstrengend, vor allem als ich aufhörte ihn zu streicheln. Da fing Archy wieder an laut zu brüllen und das ging dann eine ganze Weile so weiter.

Positiv anzumerken ist, dass er auf Berührungen und auf Bewegungen von mir reagierte. Durch seine Kopfbewegungen in meine Richtung, merkte ich, dass er mich beobachtete. Das waren sehr faszinierende Momente. Des Weiteren habe ich in den drei Tagen mit Archy so oft es geht versucht zu spielen. Ein paar Mal musste ich Archy wegen einer Überhitzung des Akkus abschalten. Nach dem der Akku sich etwas abkühlte, schaltete ich es wieder ein und es funktionierte wieder ganz normal, ohne Probleme. Auch muss ich negativ anmerken, dass sich die Farbe am Rücken sehr schnell ablöst.

 

Familie:

Meine Mutter hatte große Angst vor Archy. Durch ihre Schlangen Phobie, sah sie auch in Archy etwas „Schlangenartiges“. Auf diesem Grund wollte sie ihn weder streicheln, noch im Raum haben. Doch wenn es mal vorkam, war sie sehr unruhig. Mein Vater war sehr überrascht, dass wir im Seminar mit Robotern zu tun haben. Sehr interessiert hat er mich während meinem Umgang mit Archy beobachtet. Ihm hat es große Freude bereitet, sich das alles anzuschauen. Meine Schwester fand Archy sehr amüsant, wir haben gemeinsam viel ausprobiert. Am Anfang war sie zurückhaltend und hat mich zu Beginn erst einmal nur beobachtet. Viele kennen Archy leider noch nicht.

(Gruppenmitglied I)

30.06.2014-31.06.2014

  • Am 30.06 habe ich Archy von Gruppenmitglied H bekommen, ich habe ihn zu Hause direkt angeschaltet und habe festgestellt, dass meine Katzen sich vor ihm fürchten.
  • Die eine war sehr verschreckt und hat sich versteckt und die andere sehr interessiert aber trotzdem schreckhaft.
  • Die Reaktionen von meiner Familie waren unterschiedlich; Meine Mutter fand ihn total süß, hat ihn auch gestreichelt und mein Vater fand ihn eher nervig und konnte nicht viel mit ihm anfangen.
  • Abends habe ich ihn mit zu einer Freundin genommen und ihn angeschaltet.
  • Eine andere Freundin hatte Angst vor ihm und wusste nicht richtig wie sie mit ihm umgehen soll.
  • Die andere Freundin fand ihn anfangs süß und beschäftigte sich anfangs mit ihm, aber nach einer Weile fand sie ihn nervig und wollte ihn ausschalten.
  • Da eine meiner Katzen so Angst hatte, und nicht einmal mehr zum Essen gekommen ist, habe ich Archy ausgeschaltet.
  • Leider musste ich Archy schon am nächsten Tag abgeben. 

 


 

Gruppe 2:

Erkenntnisinteresse

subjektbezogene Veränderungen

Fragestellung

Wie verändert der Umgang mit Robotern (Pleo) menschliche Emotionen und Affekte?

Methode

narrative Interviews und teilnehmende Beobachtung innerhalb der Gruppe als Datenbasis für Interpretation

                                                                                                                                                                                                  30.03.2015

Leider liegen der Dokumentationsgruppe derzeit keine weiteren Untersuchungsergebnisse der Arbeitsgruppe vor


 

Gruppe 3:

Erkenntnisinteresse

Unterschiede in der Interaktion von Kindern und Erwachsenen

Fragestellung

Wie verändern sich menschliche Wahrnehmungsmuster und Handlungsmuster im Umgang mit Robotern?

Methode

Experiment

                                                                                                                                                                                              30.03.2015
Leider liegen der Dokumentationsgruppe derzeit keine weiteren Untersuchungsergebnisse der Arbeitsgruppe vor.


 

 

 

Gruppe 4:

Erkenntnisinteresse

Wesensmerkmale von Robotern

Fragestellung

Wie muss ein Roboter beschaffen sein, um beim Menschen Emotionen auszulösen?

Wie sehen die Generationenunterschiede bezogen auf den Bereich der Emotionen aus?

Methode

Teilnehmende-Beobachtung, Fragebogen

 

 

 

Umfrage an die Teilnehmer vor dem Projekt-Start von Gruppe 4:

umfragevordemprojektstart.pdf [422 Kb]
Download

 

Erstmaliges Auspacken des Pleos am 20.05.2014

Dino-Gruppe 4

 

Pleo:

  • Roboterartige Geräusche, wenn er sich bewegt, störend
  • Gummiartig, eine Art Haut. „Fühlt sich eklig an“, „Fühlt sich an, wie ein Lebewesen.“, „Fühlt sich an, wie ein Spielzeug.“
  • Pleo ist noch im Babystadium. Er macht bisher nur die Augen auf und zu und bewegt den Kopf hin und her. -> schade, komisch
  • Wir sind uns nicht sicher, ob er wirklich auf uns reagiert und können seine Reaktionen noch nicht interpretieren (gefällt ihm was wir tun oder nicht?)
  • Was für ein Geschlecht soll er haben? „Er sieht nicht aus wie ein Mädchen“ -> Geschlechtsneutralen Namen?! -> erst mal Pleo genannt
  • Pleo lernt seinen Namen erst, als er auf den Arm genommen wird. -> Bindungsverhalten?
  • Pleo ist am Ende auf dem Arm eingeschlafen.

Reaktionen der Arbeitsgruppe auf Pleo:

 

  • In unserem Gespräch nennen wir ihn immer Pleo, nie Roboter
  • Wir sind genervt und ungeduldig, als das Namengeben nicht gleich funktioniert und er nichts Aufregendes macht. Es entsteht Langeweile.
  • Wir sozialisieren ihn, in dem wir ihn anziehen. Dabei sind wir sehr vorsichtig, aus Angst ihm weh zu tun. „Ich möchte ihn nicht gleich quälen, an seinem ersten Tag.“
  • Wir kommen uns albern vor.
  • Wir versuchen ihn mit Babysprache aus der Reserve zu locken. Er scheint sich über das Streicheln und den Kontakt zu freuen.
  •  „Ich bin mir nicht sicher ob er reagiert.“
  •  „Er ist wie ein Baby“
  • „Er ist schon auch süß.“
  • „Man muss sich vorstellen, dass er lebendig wäre.“
  • Wir reagieren auf seine Töne wie bei Tieren oder Kindern. -> mit Freude, Zuneigung, Babystimme
  • Wir reagieren liebevoll auf ihn -> streicheln, sprechen
  • Pleo hat Ablenkungscharakter. Wir haben in der ganzen Zeit nur an ihn gedacht und nicht daran wie viel Uhr es sein mag etc.
  • „Ich kann mich gar nicht so lang von ihm trennen.“

Mittwoch, 04.06.2014

 

  • 2 Mal von selbst ausgegangen
  • Empfinden: Pleos Bewegungen sind zu mechanisch, vor allem die dabei entstehenden Geräusche sind sehr nervig und störend. Jedoch habe ich diese nach einiger Zeit nicht mehr wahrgenommen, sondern mehr oder weniger spielten die Laute von Pleo dann die größere Rolle und lenkten meine Aufmerksamkeit auf ihn.
  • Loch in der Nase von Pleo ist sehr störend, da man leicht das Gefühl bekommen kann, dass man gefilmt wird (Dieses Loch sieht einer Mini-Kamera ähnlich)
  • Pleo ist wenige Schritte gelaufen – drei Schritte (Anfangs immer drei Schritte - steht auch so in der Einleitung - -> Freude bei mir wegen dem Ergebnis), jedoch musste ich mich dabei auch erwischen, dass ich sagte „Sehr gut gemacht“ und Pleo anschließend streichelte. (Moralisches Problem???)
  • Ein paar Mal wurde Pleo von mir am Schwanz hochgehalten, um meiner Familie und Freunden zu zeigen, wie die Reaktion vom Roboter ist. Nach einigen Malen musste ich jedoch feststellen, dass es mir doch nicht mehr so angenehm war, ihn so zu halten und seine Nicht-Mögen-Geräusche wahrnehmen zu müssen. Vermutung: die Geräusche von ihm sind sehr ähnlich mit Tieren und es entsteht einfach eine Assoziation mit einem Tier.
  • Pleo hat mich sehr arg von meinen Sachen abgelenkt.
  • Mein Ziel war, Pleo so lange wie möglich an zu haben, jedoch hat die Batterie nicht mehr als zwei Stunden ausgehalten.

Reaktionen bei meinen Freunden:

  1. Freundin (28 Jahre alt) war sehr skeptisch gegenüber dem Pleo-Roboter. Sie fand es unheimlich und beängstigend.  Sie streichelte ihn kurz und fand es sehr unangenehm.
  2. Freundin (24 Jahre alt) war ebenfalls am Anfang skeptisch jedoch je länger sie ihn beobachtete, desto mehr fand sie den Pleo süß und hat ihn sogar gefilmt. Mit der Zeit stellt sich auch bei ihr das unangenehme Gefühl ein, wenn ich Pleo am Schwanz hoch halte.

Dienstag, 10.06.2014

Pleo Zuhause:

 

Pleo zwei Personen vorgestellt:

  • männliche Person (A) im Alter von 72 Jahren
  • weibliche Person (B) im Alter von 70 Jahren

Deren Reaktion auf Pleo:

Beide Personen reagierten anders auf Pleo, als sie sich selbst (Fragebogen) eingeschätzt hatten.

A:            - fand Pleo interessant und beobachtete ihn aufmerksam

                - saß mit verschränkten Armen da und interagierte nicht aktiv mit Pleo

                - bezeichnete Pleo als „eigenartig“ und wollte ihn auch nicht berühren

 

B:            -war äußerst fasziniert von Pleo, sie streichelte ihn und interagierte aktiv mit ihn

                -sie war sehr interessiert und stellte viele Fragen

                - sie musste oft lachen und fand ihn "sehr süß"

 

Pleo zwei Personen vorgestellt:

  • weibliche Person (C) im Alter von 52 Jahren
  • männliche Person (D) im Altern von 54 Jahren

C:                           - schenkte Pleo erstmal keine Aufmerksamkeit

                               - bezeichnete Pleo als „Maschine“ und interagierte nicht mit ihm

                               -nach einigen Tagen interagierte er aktiv mit Pleo, fütterte und streichelte ihn

 

D:                           -fand Pleo süß und streichelte ihn, war jedoch eher vorsichtig

                               -interagierte nur verhalten mit ihm und sagte, sie müsse sich noch an ihn gewöhnen

                               -sie lächelte oft und fand Pleo süß und seine Bewegungen & Geräusche witzig

                               -nach kurzer Eingewöhnungszeit schenkte sie ihm viel Aufmerksamkeit und                                   beschäftigte sich oft mit ihm (fütterte, streichelte, spielte mit ihn)

 

Meine Erfahrung mit Pleo:

  • Ich kannte Pleo schon einige Zeit aus dem Seminar, daher war er mir nicht neu.
  • Pleo besitzt Verhaltensweisen/Nachahmungen die auch auf Tieren oder Menschen zutreffen.
  • Pleo ist aktiv in seinen Bewegungen (bewegt sich oft und vollzieht Bewegungen, die ich noch nicht kannte, wie zum Beispiel eine Art „Tanz“ und das gleichzeitige heben von einem Vorderbein und einem Hinterbein, sowie das Gehen und Fixieren von Menschen)
  • Pleo gibt Geräusche von sich, die ich bis zu dem Zeitpunkt noch nicht kannte, wie das Ausrufen seines eigenen Namens: „Pleo“ und einem „dinosaurierähnlichen Schrei“
  • Pleo wurde aufmerksam beobachtet, gestreichelt, auf den Arm genommen, gefüttert und es wurde mit Hilfe von seinem Stein mit ihm gespielt.
  • Pleo lief sehr viel (meist allerdings, wenn man ihn in Ruhe gelassen hat). Er legte auch längere Strecken zurück ca. 2-5 Meter. Wenn er nicht weiterkam, lief er sogar rückwärts.

Mittwoch, 11.06.2014

 

  • wird mehrmals am Tag angemacht und bekommt viel Aufmerksamkeit.
  • wird gefüttert, gestreichelt, auf den Arm genommen, bewegt sich und läuft sehr viel.
  • wird aber auch für gewisse Phasen in Ruhe gelassen, dass ihn scheinbar nicht viel aus zu machen scheint, da er keine Verhaltensänderungen aufzeigt.
  • wirkt auf uns interessant, süß, aber dennoch noch etwas eigenartig
  • löst bei uns erste Emotionen aus, indem wir uns beispielsweise über seine ersten Schritte freuen oder (zufällige?) Bewegungen, indem es scheint als würde er Berührungen als angenehm empfinden. Seine „Schnarchgeräusche“ empfinden wir als sehr menschenähnlich

Donnerstag, 12.06.2014

 

  • wird vor allem von meinen Eltern betreut, da ich den ganzen Tag unterwegs bin, erst ab Abends kümmer ich mich auch um ihn, streichel ihn, füttere ihn..etc..
  • wird weiterhin oft angeschaltet und zeigt keine Verhaltensänderungen
  • bekommt jedoch auch nichts neues von uns „antrainiert“
  • man gewöhnt sich immer mehr an ihn und an seine „Anwesenheit“
  • wird weniger als eigenartig beschrieben, sondern eher als verschmust und man beschäftigt sich gerne mit ihn, er wird aber auch einige Zeit lang immer wieder in Ruhe gelassen

 

Freitag, 13.06 bis Sonntag, 15.06.14

 

  • wird mit nach Duisburg zu der Familie meines Freundes mitgenommen
  • wird ein paar Leuten vorgestellt (& einer Hündin), die ganz unterschiedlich auf ihn reagierten
  • wird nicht oft angeschaltet (2x für eine längere Zeit und 1x kurz), da wir noch mit anderen Dingen beschäftigt sind (sich gegenseitig kennenlernen, "Donkenlauf", Grillen..etc.)

 

Montag, 16.06.2014

  • wird wieder häufiger angeschaltet und bekommt wieder (seine „gewohnte“) Aufmerksamkeit
  • wird auch zum Grillen und dem Deutschland-Portugal Spiel (Fußball-WM 2014) angelassen, ohne dass er uns beim Gucken des Spiels stört. Er wurde zudem aus Spaß mit einer Deutschlandblumenkette geschmückt und sollte der deutschen Mannschaft Glück bringen.
  • wird von uns verabschiedet, ausgeschaltet und in seinen Karton gepackt

 

Kleines Fazit zu der Zeit in der Pleo bei mir/uns war:

 

Pleo ist sehr aktiv, bewegt sich & läuft viel. Er gibt sehr oft Geräusche von sich und zeigt jedoch immer wieder dieselben „Verhaltensweisen“, was ein wenig langweilig auf mich wirkte. Pleo war ein sehr süßes Spielzeug mit dem wir uns gerne beschäftigt haben und wir hätten ihn auch gerne länger behalten. Er  hat uns Freude bereitet und wir empfanden es als keine Last uns mit ihm zu beschäftigen. Es ist jedoch fraglich, ob wir auch nach längerer Zeit, nicht die Lust uns mit ihm beschäftigen zu wollen, verlieren könnten.

Meine Mutter könnte sich vorstellen, dass Pleo in ferner Zukunft (in einem fortgeschrittenen Alter) ein Haustier für sie ersetzen könnte.

 

Wie wirkt Pleo auf andere Generationen?

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Wintersemester 2014/2015:

 

Im Wintersemester 2014 verlagerten sich die Interessen am Seminar in weiten Teilen zu übergeordneten Fragestellungen, wie etwa der kindlichen Vorstellung von Robotern und deren Ursachen, Darstellungen von Robotern in Filmen im Laufe der Zeit oder der Beschäftigung mit Werner SESINKs Werk "Menschliche und Künstliche Intelligenz - Der kleine Unterschied".

 

Die Ergebnisse der unterschiedlichen Fragestellungen sind im Folgenden zusammengefasst.

 

(Christian Kulik)

 

 

 

 

 

 

 

Entsubjektivierung der Kommunikation

(anhand von Werner SESINKs "Menschliche und künstliche Intelligenz - Der kleine Unterschied"):

 

Entsubjektivierung der Kommunikation
  • Der befragte Gesprächspartner wird im Imitationsspiel als Objekt betrachtet → Intelligenz = Objektbegriff
  • Bei menschlicher Intelligenz handelt es sich allerdings immer um subjektive Intelligenz
  • Der Mensch muss diese selbst erfahren haben → durch die Subjektivität wird dem Gegenüber Intelligenz unterstellt
  • Nur die Unterstellung der Intelligenz ermöglicht Kommunikation
  • Kommunikation findet durch Identifikation (mit dem Gegenüber) statt
  • Der Turing-Test leugnet Subjektivität und verspricht dadurch (vermeintlich) Sicherheit
  • Anthropomorphe Vorurteile (= Mensch ist das intelligenteste Wesen) sind in den Intelligenzbegriff mit eingeflossen
  • Der heutige Intelligenzbegriff lässt wenig Spielraum und ist der einzige Begriff  mit dem Intelligenz definiert wird
 
Diskussionsfragen der Arbeitsgruppe an das Seminar
  • Ist der Turing-Test geeignet, um die These zu bestätigen?
  • Kann eine Maschine intelligenter sein als ein Mensch? Woran wäre es erkennbar?
  • Könnt ihr Parallelen zu Pleo herstellen?
  • Denkt ihr, dass euch eine Maschine täuschen könnte?

_________________________________________

Literatur:

 

Sesink, Werner (1993): Menschliche und künstliche Intelligenz - Der kleine Unterschied. 3. Kapitel, Stuttgart: Klett-Cotta

 

 

 

 

 

 

Kindliche Vorstellungen von Robotern:

 

                                                                                                                                               30.03.2015

 

Derzeit liegen der Dokumentationsgruppe leider keine Ergebnisse der Arbeitsgruppe in schriftlicher Form vor.

 

 

 

 

 

                                                                                                                                               30.03.2015

 

Zu Ergebnissen der weiteren Arbeitsgruppen liegen der Dokumentationsgruppe derzeit leider keine Ergebnisse vor.

 

 

 

 

 

 

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