Kulturelle Modernisierung und Robotik

Goethe Universität Frankfurt am Main, Fachbereich Erziehungswissenschaften


Theoretische Grundlagen zu Robotik und Überlegungen zu verschiedenen Dimensionen von Robotik und KI im gesellschaftlichen Zusammenleben

 

 

 

Im Folgenden werden einige theoretische Grundlagen zum Thema Robotik und Künstlicher Intelligenz skizziert sowie theoretische Beiträge von Studierenden der Dokumentationsgruppe

 

- zur sozialstrukturellen Dimension von Robotik und KI,

- der pädagogischen Dimension von Robotik und

- der Künstlichen Intelligenzforschung

 

aufgegriffen, um interessierten Menschen einen theoretischen Ein- und Überblick in die Arbeit des Seminars verschaffen zu können.

 

 

 

 

 

Grundlagen zur Robotik

                                                                                                                                                                  zuletzt bearbeitet: 30.03.2015

 

Der Begriff „Roboter“ ist abgeleitet aus dem tschechischen Wort „robota“ und bedeutet übersetzt so viel wie „Fronarbeit“, also die Arbeit im Dienste eines Herren und ist im ursprünglichen Sinne als wertneutral aufzufassen.

 

Als Roboter werden Maschinen, die sich selbständig bewegen und verschiedene Tätigkeiten erledigen können, aufgefasst. Dies unterscheidet die Roboter von ferngesteuerten Maschinen, die Befehle von Menschen brauchen und somit nicht selbständig sind. Auch Automaten sind keine Roboter, da sie nur eine einzige Arbeit ausführen. So gelten auch Computer nicht als Roboter, weil sie sich nicht bewegen können.

 

Der Begriff wurde 1920 erstmals von dem tschechischen Schriftsteller Karel Capek in dem Theaterstück „Rossum´s Universal Robots“ benutzt und ist seitdem weltweit verbreitet.

 

1926 trat mit dem Film „Metropolis“ eine menschliche Maschine das erste Mal auf die Kinoleinwand.

Große Aufmerksamkeit bekamen die Roboter schließlich in den 1940er Jahren durch Isaac Asimov. Asimov kam schon während seines Chemiestudiums an der Columbia University mit der amerikanischen Science-Fiction-Szene in Berührung. 1939 veröffentlichte er seine erste Kurzgeschichte. Schließlich widmete er sich ab 1959 ganz der Literatur. Insgesamt publizierte Asimov mehr als 500 Bücher, darunter auch Robotergeschichten. Asimov entwarf Robotergesetze, die bis heute noch in einschlägigen Filmen, Büchern und Fernsehserien zitiert werden.

 

Die ursprünglichen Grundregeln der Robotik lauteten wie folgt:

 

1. Ein Roboter darf einem menschlichen Wesen keinen Schaden zufügen oder durch Untätigkeit zulassen, dass einem menschlichen Wesen Schaden zugefügt wird.

2. Ein Roboter muss den Befehlen gehorchen, die ihm von Menschen erteilt werden, es sei denn, dies würde gegen das erste Gebot verstoßen.

3. Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange solch ein Schutz nicht gegen das erste oder zweite Gebot verstößt.

 

Weitere wichtige Punkte beantwortet der  Wissenschaftsredakteur Karl-Heinz Wellmann beim Radiosender Hessischer Rundfunk unter dem Titel "Was macht einen Roboter aus?"

 

Die Themen: Was wird unter dem Begriff Roboter subsumiert? Was unterscheidet ihn von einer automatischen Maschine? Wie sieht es in der Zukunft mit den Robotern aus?

Einige Eindrücke können sich hier angehört werden:

 

HR-Interview

 

 

 

Der Aspekt der Moral und der Emotionen im Umgang mit Robotik

                                                                                                                                                                  zuletzt bearbeitet: 30.03.2015

 

In der Interaktion mit Technik ist bekannt, dass wenn beispielsweise die Technik nicht so funktioniert, wie man es sich wünscht, die Menschen anfangen mit ihren Computern oder Smartphones zu reden oder sie sogar - teilweise wüst - zu beschimpfen . In unseren Diskussionen im Seminar sind häufiger Fragen aufgekommen wie:

 

„Gibt es so etwas wie ein moralisches Dilemma im Umgang mit Robotik?“

„Sind Emotionen gegenüber Technik möglich?“

„Wie viel Sinn wird von Entwicklern, aber auch von Nutzerseite aus in Technik gelegt?“

„Wie muss ein Roboter gebaut sein, damit er Emotionen auslöst?“

 

Da diese Aspekte sehr Wesentliche zu sein scheinen, hat sich die Dokumentationsgruppe des Sommersemesters dazu entschlossen sich diesem Thema genauer zu widmen. Dazu hat auch die amerikanische Wissenschaftlerin Kate Darling ein Projekt geführt, welches wir in diesem Rahmen kurz vorstellen möchten.

 

Kate Darling ist Wissenschaftlerin und forscht am Massachusetts Institute of Technology  (M.I.T.) Media Lab zu Roboter-Ethik. Auf einer Konferenz der re:publica 2013 zwischen dem 06.05.2013 und 08.05.2013 in Genf beschließt Kate Darling mit ihrem Mitforscher Hames Gassert ein spontanes Experiment in einer unkontrollierten Umgebung zu beginnen.

 

Sie bitten eine Reihe von Teilnehmern in ein Zimmer, in dem einige PLEOs vorhanden sind, zu gehen. Dort ließen sie die Teilnehmer zwei Stunden lang sich mit den PLEOs beschäftigen. Nach zwei Stunden forderte Kate Darling die Teilnehmer auf, die Pleos zu foltern und zu töten. Anders als beide Wissenschaftler erwartet hatten, waren die Teilnehmer widerwillig diese zu töten. “[It] freaked them out more than we thought it would”. Nach großem Zögern, vielen Unterbrechungen sowie häufigeres Schweigen schlugen sie schließlich die Pleos „zart“.

 

An dieser Stelle können Sie selbst einen kurzen Ausschnitt eines Workshops ansehen:

 

 

 

Workshop

 

 

 

In den nächsten Jahren möchte Kate Darling an weiteren Teilnehmern beobachten, ob sich die Teilnehmer derart sträuben die PLEOs zu zerstören und die Gründe für dieses Phänomen zu analysieren: Liegt die Weigerung der Teilnehmer im hohen materiellen Wert der PLEOs oder  an einer möglichen, tatsächlich emotionalen Bindung begründet?

 

Futurezone (ehemals auch: futureZone, Abk.: fuZo) ist ein österreichisches Internetportal für Nachrichten aus dem Bereich Computer, Informationstechnik, Telekommunikation und Netzpolitik. Futurezone spricht mit Kate Darling über Gefühle von Maschinen und Schutzrechte für Roboter, hierzu das Interview:

 

Futurezone: Sie forschen zur Roboter-Ethik. Was hat Ihr Interesse an der Thematik geweckt?

 

Kate Darling: Ich habe als Kind viel Science Fiction gelesen. Irgendwann habe ich mir dann Pleo, einen Roboter-Dinosaurier gekauft. Der Pleo ist eine Art sozialer Roboter, der mit Ihnen interagiert. Ich habe bemerkt, dass ich dem Roboter gegenüber Gefühle entwickelte. Das war für mich sehr seltsam, denn ich bin an sich nicht sehr mütterlich. Ich habe mich schließlich gefragt, warum wir diese Dinge anders behandeln als irgendwelche anderen Objekte.

 

Futurezone: Warum behandeln wir sie anders?

 

Kate Darling:Wir wissen es nicht genau, wir haben aber einige Vermutungen. Wir reagieren sehr stark auf optische oder akustische Signale. Signale, die etwa von Tieren ausgesandt werden. Wenn soziale Roboter diese Signale imitieren, dann reagieren wir darauf auch ähnlich emotional.

 

Futurezone: Um welche Roboter geht es konkret?

 

Kate Darling: Wenn ich von sozialen Robotern rede, meine ich Roboter, die physisch präsent sind, zu einem gewissen Grad autonom agieren und auch mit uns interagieren. Sie senden diese sozialen Signale aus. Es geht nicht um Staubsauger-Roboter oder Toaster.

 

Futurezone: Wie wichtig ist es dabei, dass Roboter menschenähnlich aussehen?

 

Kate Darling: Es gibt ein breites Spektrum an sozialen Signalen. Das reicht vom Gesichtsausdruck, den wir wiedererkennen, bis hin Verhaltensweisen und Geräuschen, die uns ansprechen und in uns etwas auslösen.

 

Futurezone: Viele Leute entwickeln auch virtuellen Objekten wie etwa Tamagotchis gegenüber Gefühle. Wo liegt der Unterschied zwischen einem Tamagotchi und einem sozialen Roboter?

 

Kate Darling: Es gibt nicht wirklich einen Unterschied. Wir haben es mit einem breiten Spektrum zu tun. Tamagotchis sind nicht körperlich präsent und verhalten sich auch nicht wirklich autonom. Aber wenn wir Zuneigung zu einem Tamagotchi entwickeln, ist das sicherlich Teil dieses Spektrums.

 

Futurezone: In Ihrem Vortrag auf der re:publica haben Sie als Beispiel auch Soldaten genannt, die sich emotional zu Militärrobotern hingezogen fühlen.

 

Kate Darling: Es gibt viele Geschichten über Soldaten, die gemeinsam mit Robotern arbeiten und mit ihnen emotional verbunden sind. Diese Roboter sind nicht so gebaut, dass sie an Gefühle appellieren. Sie interagieren mit Soldaten und erledigen gemeinsam mit ihnen Aufgaben. Roboter helfen Soldaten in vielen unterschiedlichen Situationen,  etwa als Minensuchroboter. Die Soldaten geben ihnen Namen, die Roboter sind Teil des Teams und sie bekommen sogar Ehrenmedaillen. Viele Soldaten sind auch richtig aufgewühlt, wenn diesen Robotern etwas zustößt, wenn sie etwa im Einsatz zu Schaden kommen und repariert werden müssen. Sie wollen dann genau ihren und nicht irgendeinen anderen Roboter zurückhaben. Diese Roboter rufen starke Gefühle hervor. Dabei sind Militär-Roboter gar nicht darauf ausgelegt, Emotionen zu erzeugen.

 

Futurezone: Sie stellen auch zur Diskussion, ob Roboter Rechte haben sollen?

 

Kate Darling: Mir geht es darum, zu zeigen, dass wir Roboter anders behandeln als andere Objekte. Diese Tendenz könnte auch moralische Fragen aufwerfen. Wenn wir ein Unbehagen verspüren, wenn sie misshandelt oder gefoltert werden, dann sollten wir das nicht tun und sollten entsprechende Regeln aufstellen. Wir sollten das Unbehagen, das wir dabei empfinden auch nicht ausblenden. Wir dulden ein solches Verhalten auch in anderen Zusammenhängen nicht. Es geht also weniger um Rechte für Roboter, sondern um die Art, wie wir mit ihnen interagieren.

 

Futurezone: Wie könnte ein solches Regulatorium konkret aussehen?

 

Kate Darling: Ich denke, dass es Analogien zum Tierschutz gibt. Es gibt Gesetze gegen Tierquälerei. Wir beschützen Tiere vor Misshandlungen oder Folter. Dinge, die in uns Unbehagen hervorrufen. Das ließe sich auch auf soziale Roboter anwenden.

 

Futurezone: Wie sieht es in der Forschung zu dem Thema aus?

 

Kate Darling: Als ich begonnen habe, mich mit der Frage der Roboterrechte auseinanderzusetzen habe ich viele Reaktionen bekommen, vor allem aus der Robotik-Commmunity. Ich wurde zu vielen Vorträgen eingeladen und habe den Eindruck, dass es ein wichtiges Thema ist. Es gibt dazu eine Reihe von Arbeiten, es ist aber auch noch viel Arbeit notwendig. Wichtig ist vor allem ein interdisziplinärer Ansatz. Robotiker, Soziologen, Psychologen und Rechtswissenschaftler sollten sich gemeinsam mit dieser Frage beschäftigen.

 

Futurezone: Wann werden Roboter Rechte haben?

 

Kate Darling: Ich weiss es nicht. Wir sind noch weit von Science-Fiction-Szenarien entfernt, in denen sich Roboter genauso verhalten wie wir. Roboter, die mit uns interagieren gibt es in Pflegeheimen, Schulen und Spitälern und auch zu Hause. Diese Technologien werden jetzt und in naher Zukunft entwickelt. Es geht darum, was wir auf diese Roboter projizieren. Diese Diskussion wird wohl in den nächsten zehn bis 20 Jahren intensiver geführt werden.

 

 

Die Ergebnisse dieses Projektes wurden von der Dokumentationsgruppe des Sommersemester 2014 als sehr interessant empfunden. Vom Projekt Darlings ausgehend stellte sich die Frage, inwieweit unsere Kommilitonen, die sich jetzt nun einige Wochen mit PLEO beschäftigt und sogar mit nach Hause genommen hatten, dazu bereit wären Pleo zu zerstören beziehungsweise „umzubringen“.

 

Aus diesem Grund wurde ihnen ein Video von der Maker Faire 2008, eine Veranstaltung, auf der sich Entwickler aus aller Welt treffen, um sich bezüglich der Robotik auszutauschen, gezeigt. Auf diesem Video wird PLEO in eine Arena mit dem Kampfroboter Vicious Verdict geschickt. PLEO wird chancenlos ausgeliefert und unter lautem Jubeln und Zurufen nach und nach zerstört. Das Video hierzu findet ihr unter folgendem Link:

 

http://www.youtube.com/watch?v=95MAyWE0ERk

 

 

Danach stellten wir den SeminarteilnehmerInnen folgende Fragen, die sie in Ruhe schriftlich und anonym beantworten sollten.

 

„Was sind deine ersten Eindrücke?“

 

„Welche Emotionen löst das Video bei dir aus und was denkst du, was der Grund dafür sein könnte?“

 

„Würdest du an solch einer Veranstaltung teilnehmen? Begründe.“

 

Interessant dabei war, dass während viele eine Woche zuvor sagten, Pleo hätte sie in der gemeinsamen Zeit genervt und er hätte absolut keine Emotionen bei ihnen ausgelöst, die große Mehrheit der Antworten zu dem Video etwas anderes ausdrückte. Von 26 Fragebögen zeigten sich lediglich drei Teilnehmer unbeeindruckt oder sogar belustigt. Hier haben wir einige Eindrücke zur Veranschaulichung:

 

„Der PLEO tut mir leid. Man kann kaum/nicht hinschauen. Macht mich traurig. Ich denke an Tiere, die misshandelt werden.“

 

„Der Masse gefällt es. Also ist alles gut. Ich sehe das Video als Belustigung für Zuschauer an.“

 

„PLEO tut mir leid und Wut gegenüber dem anderen. Aber auch Verwunderung darüber, dass er mir leid tut.“

 

„Erster Impuls von Mitleid für den PLEO.“

 

„Macht er gleich das, was ich denke, was er tut? Dann grinsen…“

 

Offensichtlich sind auch Geschlechterunterschiede zu erkennen, auf die wir aber in diesem Rahmen nicht näher eingehen können. Einen weiteren Unterschied stellten zudem die verschiedenen Reaktionen von Dino-Arbeitsgruppen- und Dokumentationsgruppenmitgliedern dar. Während die "Dinogruppen"-Mitglieder sichtlich schockiert von dem Video waren, blieben die Dokumentationsgruppenmitglieder unbeeindruckt. Somit stellte sich dann die Frage, ob die gemeinsame Zeit mit einem Roboter wie PLEO nicht doch unbewusst den technischen Aspekt immer mehr in die Ferne rücken lässt und Gefühle anregen kann.

 

 

http://www.wired.com/2010/11/toy-repair-contest/pleo-repair/

http://www.howstuffworks.com/10-evil-robots1.htm

http://www.planet-wissen.de/natur_technik/computer_und_roboter/roboter/

http://www.planet-wissen.de/natur_technik/computer_und_roboter/roboter/

http://www.planet-wissen.de/natur_technik/computer_und_roboter/roboter/

http://www.planet-wissen.de/natur_technik/computer_und_roboter/roboter/portraet_isaac_asimov.jsp

http://scr3.golem.de/?d=0803/pleo_cebit&a=58269&s=1

http://de.wikipedia.org/wiki/Futurezone

http://www.goedel.at/it-news/Eintr%C3%A4ge/1798-vorbild-tierschutz-brauchen-roboter-rechte

http://www.bostonmagazine.com/news/blog/2013/12/02/kate-darling-social-robots-study/

http://en.wikipedia.org/wiki/Maker_Faire

 

 

 

 

Zur sozialstrukturellen Dimension von Informationstechnologie und Robotik in der informationellen und post-industriellen Gesellschaft

Christian Kulik                                                                                                                                                                        30.03.2015

 

 

1. Einleitung

 

Digitale Technologien und der Einsatz von digitalen Medien sind aus der heutigen Zeit kaum noch wegzudenken. Die Entwicklung von Computersoftware, Robotertechnik und essentiellen Kommunikationstechnologien – allen voran das Internet – haben das gesellschaftliche Leben in vielerlei Hinsicht revolutioniert. Arbeitsprozesse konnten vereinfacht und automatisiert werden, neue Unternehmensformen sind entstanden, bestehende Unternehmen haben sich verändert. Kaum ein Mensch, der in der sogenannten „ersten Welt“ lebt, verzichtet zum heutigen Zeitpunkt freiwillig auf die Annehmlichkeiten der kulturellen Modernisierung im geschäftlichen wie im privaten Bereich (als nur ein Beispiel sei hier die Verknüpfung von mobiler Telekommunikation und der Nutzung des Internets in Form von Smartphones genannt).

 

Die Fragen, denen dieser Essay nachgehen soll, beziehen sich vor allem auf die gesamtgesellschaftlichen Auswirkungen der Entwicklung digitaler Technologien und Kommunikationsmöglichkeiten. Welche gesellschaftlichen Dimensionen wurden und werden immer noch am stärksten durch kulturelle Modernisierungsprozesse beeinflusst? Wie entwickelt sich Gesellschaft im Hinblick auf das exponentielle Wachstum der digitalen Technologien und die fortschreitende Dezentralisierung und Delokalisation von Kommunikationsabläufen und Unternehmen? Welchen Aufgaben und Herausforderungen werden die modernisierten Gesellschaften in Zukunft möglicherweise entgegensehen?

 

Zur Beantwortung dieser Fragen sollen in einem ersten Abschnitt kurz drei sozialstrukurelle Theorien erläutert und auf ihre Bedeutung hinsichtlich kultureller Modernisierungsprozesse untersucht werden. Genauer wird sich der Beitrag mit folgenden Gesellschaftstheorien auseinandersetzen:

 

1. dem Marxistischen Klassenparadigma

2. der Theorie der post-industriellen Gesellschaft von BELL sowie

3. der informationellen Gesellschaftstheorie von CASTELLS

 

In einem weiteren Teil soll im Stil einer „social-fiction“- Darstellung auf mögliche Problembereiche und Herausforderungen für die modernisierten Gesellschaften eingegangen werden.

 

Es ist gleichwohl anzumerken, dass sich der Beitrag nicht auf sämtliche Gesellschaftsformen im Einzelnen beziehen können wird. Generell können weder für gegenwärtige noch für zukünftige gesellschaftliche Prozesse klare Kategorien gebildet werden, die für die Beantwortung der vorangestellten Fragen von immenser Bedeutung wäre. Daher sollen vor allem die Phänomene der US-amerikanischen und deutschen Gesellschaft im Zeichen kultureller Modernisierung in den Blick genommen werden.

 

2. Sozialstrukturelle Auswirkungen kultureller Modernisierung

 

Mit der Entwicklung von Computertechnologie und digitalen Medien sahen sich Wirtschaft, Industrie und auch die Politik vor neue Herausforderungen gestellt. Nicht zuletzt aber stellten sich auch für die Sozialwissenschaften neue Fragen in Bezug auf Umgang mit den sogenannten „Neuen Medien“ und in Bezug auf die Veränderung der Sozialstruktur durch die fortschreitende Durchsetzung digitaler Technologien im gesellschaftlichen Zusammenleben in der nahen und ferneren Zukunft, insbesondere für die Soziologie.

 

Spätestens seit Ende der 2000er Jahre ließ sich konstatieren, dass sich insbesondere neue Wege der Kommunikation – etwa in Form der digitalen Kommunikation im Internet – nicht nur im wirtschaftlichen, sondern auch im privaten und somit im gesamtgesellschaftlichen Bereich durchgesetzt hatten. Soziale Netzwerke erhielten eine maßgebliche Bedeutung für das Knüpfen von Kontakten auf privater Ebene, die Vernetzung von Unternehmen auf weltweiter Ebene spielte seit Mitte der 2000er Jahre eine große Rolle.

 

Mit der Entwicklung der Computertechnologie erschlossen sich jedoch nicht nur neue Wege der Kommunikation: Technologien zur Optimierung und Automatisierung von Arbeitsprozessen wurde im gleichen Zuge der Weg geebnet. Die Robotik entwickelte Maschinen, die in der Lage waren, menschliche Handlungen nachzuahmen und Arbeitsabläufe vollkommen ohne menschliche Hilfe zu bewerkstelligen. Menschliche Arbeitskraft wurde zunehmend im industriellen Produktionsprozess nur noch zur Wartung und Qualitätsprüfung sowie zur Verwaltung der industriellen Produktion von Waren benötigt. Als eines der besten Beispiele für diesen Prozess gilt wahrscheinlich die Automobilindustrie, in welcher mit der Einführung von Industrierobotern ganze Arbeitsabläufe von Maschinen absolviert wurden. Der Mensch – oder exakter gesprochen der Arbeiter – wurde in diesem Prozess überflüssig. Im Marx'schen Sinne wurden Produktivkräfte vernichtet (vgl. MARX/ENGELS 2009 [1890]: 79), um durch Automatisierung des Arbeitsablaufes die Produktivität und damit das wirtschaftliche Wachstum steigern zu können; durch die geringeren Beschäftigungsmöglichkeiten für gelernte Industriearbeiter wuchs die Konkurrenz der Arbeiter untereinander.

 

Denkbar wäre in einer marxistischen Tradition das Szenario gewesen, dass vermehrte Arbeitslosigkeit der Arbeiterklasse die Folge der Modernisierung des industriellen Produktionsprozesses gewesen sein muss, einhergehend mit einem steigenden Armutsrisiko einer gesamten sozialstrukturellen Klasse im Zuge der Bereicherung der Besitzenden als Klasse, der Konzentration von Eigentum und Kapital (vgl. MARX/ENGELS 2009 [1890]: 78).

 

Tatsächlich entwickelte sich aus der faktischen Vernichtung von Produktivkräften durch die Einbeziehung der Robotik in den industriellen Produktionsprozess nicht die Verelendung einer gesamten gesellschaftlichen Klasse. Vielmehr führte die Automatisierung von Abläufen im industriellen Produktionsprozess zu einer Ausdifferenzierung und Spezialisierung der Arbeitswelt. Gemäß der Theorie des US-amerikanischen Soziologen Daniel BELL entstand ein dritter, neben Agrarwirtschaft und industrieller Produktion parallel existierender Wirtschaftssektor, der Dienstleistungsbereich (vgl. STEINBICKER 2011: 52).

 

Dieses Phänomen stellt für BELL einen wichtigen Bestandteil des Wandels zu einer post-industriellen Gesellschaft dar, wenngleich er befindet, dass die „Dienstleistungsgesellschaft … letztlich ein partieller Befund“ (vgl. BELL 1976, zit. nach STEINBICKER 2011: 52) bleibt und weitere Ereignisse durch Robotik und Kommunikationstechnologie herbeigeführt werden mussten, um sozialstrukturell relevante Veränderungen zu erbringen. BELL benennt insgesamt fünf Dimensionen, die letztlich den Wandel der Sozialstruktur zur post-industriellen Gesellschaft herbeiführen (BELL 1976, zit. nach STEINBICKER 2011: 53), von welchen vor allem die Dimensionen des Axialprinzips und der Technologie von der Entwicklung digitaler Technologien betroffen waren:

 

Das Axialprinzip der post-industriellen Gesellschaft beinhaltet vor allem die Vormachtstellung theoretischen Wissens als Grundlage technologischen Fortschritts. Wissen wird zur primären wirtschaftlichen Ressource in der post-industriellen Gesellschaft und führt zu einer exponentiellen Steigerung der Produktivität von Maschinen und Technologien. Zudem „tritt an die Seite der Maschinen eine 'intellektuelle Technologie', die auf der Basis von Algorithmen und Modellen arbeitet“ (STEINBICKER 2011: 54), im heutigen Sprachgebrauch als KI (Künstliche Intelligenz) oder AI (Artificial Intelligence) bezeichnet und verwaltet und speichert auf der einen Seite das theoretische Wissen, während es andererseits gleichzeitig das theoretische Wissen nutzt, um Entscheidungsfindungen zu erleichtern. Schlussfolgernd aus dieser Entwicklung werden Forschung und Wissenschaft zur weiteren „Kodifizierung theoretischen Wissens“ (STEINBICKER 2011: 55) und Generierung neuer Spektren der Ressource Wissen zu essentiellen Wirtschaftssektoren, der im Sinne BELLs post-industrielle Sektor (vgl.STEINBICKER 2011: 56). WissenschaftlerInnen und ForscherInnen werden damit zu „Schlüsselgruppe(n) der neuen Berufsstruktur“ (STEINBICKER 2011: 56, Ergänzungen: C.K.), für das wirtschaftliche Wachstum verantwortlich werden letztlich die Ressourcen Wissen und Humankapital, das Bildungssystem stärker noch als in der industriellen Gesellschaft zum Vermittler von Status- und Klassenzugehörigkeit (STEINBICKER 2011: 61). Unternehmen in der post-industriellen Gesellschaft kennzeichnen sich – entgegen derer in der industriellen Gesellschaftsform – durch flache hierarchische Strukturen und globale Vernetzung durch digitale Kommunikationstechnologien, allen voran der des Internets, bis hin zur Entstehung virtueller Unternehmen, die primär in der virtuellen Welt agieren und Wachstum durch die Vermarktung von Wissen und der Entwicklung neuartiger Technologien produzieren1; ein Phänomen, welches der Soziologie Manuel CASTELLS in seiner Theorie zur informationellen Gesellschaft beleuchtet (vgl. STEINBICKER: 88-90).

 

Nicht jedoch allein die sozialstrukturelle Dimension der Arbeit verändert sich im Zuge des gesellschaftlichen Wandels hin zu einer post-industriellen bzw. informationellen Gesellschaft: Gesamtgesellschaftlich verändern sich durch moderne Kommunikationstechnologien auch individuelles Bewusstsein und die Definition des Selbst bzw. des eigenen Körpers. Durch die allumfassende Möglichkeit in weltweit vernetzten sozialen Zusammenhängen, sich als virtuelles Individuum neben dem „real existierenden“ zu reproduzieren, wird VIRILIO zufolge das Zeitalter der Virtualität voranschreiten, das gesellschaftliche Individuum sich als Folge dessen auch immer über seine virtuelle Identität definieren (vgl. BÜHL 1995: keine Seitenzahl angegeben). Grenzen der Dimensionen von Zeit und Raum können durch die Verlagerung des Selbst in virtuelle Welten überwunden werden, Auflösungen der Trennung von Arbeitsplatz und Wohnung bzw. Lebensraum werden denkbar. Selbst Entfernungen und Zeitdauer werden mehr zu einer „ideellen Größe, der Raum eine metaphysische Entität“ (BÜHL 1995: keine Seitenzahl angegeben).

 

Es lässt sich zusammenfassend festhalten, dass die fortschreitende Entwicklung digitaler Technologien und die Generierung theoretischen Wissens als primäre wirtschaftliche Ressource Gesellschaftsstrukturen weitläufig verändert hat und in naher Zukunft weiter verändern wird. Gesellschaftstransformationen hin zu post-industriellen oder informationellen Gesellschaften sind mehr als theoretische Konstruktionen geworden. In einem abschließenden Teil dieses Beitrags soll nachfolgend auf Problematiken und Herausforderungen der informationellen Gesellschaftsform(en) eingegangen werden.

 

3. Herausforderungen an Sozialstruktur und Politik im Zuge kultureller Modernisierung

 

Wie sich Gesellschaft, insbesondere Sozialstruktur und Wirtschaft, in naher Zukunft verändern kann und – aufgrund derzeitiger Fortschritte in der Forschung zur Künstlichen Intelligenz und zur digitalen Kommunikationstechnologien – wird, ist im vorangehenden Kapitel anhand der theoretischen Konstruktionen von BELL und CASTELLS beschrieben worden. Mit welchen neuartigen Herausforderungen und Problemstellungen sich Politik, Forschung und Gesellschaft konfrontiert sehen (könnten), soll im Folgenden mittels der Konstruktion von zukunftsorientierten Szenarien dargestellt werden.

 

Der Annahme folgend, dass die Entwicklung innovativer Technologien zur Optimierung des Arbeitsprozesses weiter voranschreiten wird, stellt sich zunächst die Frage, welche Arbeitsabläufe weiterhin verändert bzw. optimiert werden können. In naher Zukunft ist es durchaus denkbar, dass sich der Einsatz von Robotertechnologie nicht nur weiterhin auf große Bereiche des industriellen Produktionsprozesses beschränken wird, sondern auch spezielle Formen des tertiären Wirtschaftssektors der kulturellen Modernisierung ausgesetzt sein werden. Bereits in der heutigen Zeit wird beispielsweise in Japan getestet, inwiefern sich Schule durch Robotertechnik organisieren lässt und einhergehend damit die Berufsgruppe der Lehrer marginalisiert werden kann. Schulpolitische Debatten in Deutschland befassen sich unter anderem mit der Einführung „digitaler Klassenzimmer“ und dem stärkeren Einbezug der sogenannten „Neuen Medien“. Auch wenn heutzutage noch etliche Stimmen laut werden, welche die Einbindung von Robotertechnik und „Neuer Medien“ im Schulunterricht scharf kritisieren, so ist in einigen Jahren denkbar, dass sich digitale Kommunikation auch in diesem Spektrum etablieren wird. Auf diese Entwicklungen werden die Pädagogik und die Schulpolitik reagieren müssen.

 

Auch weitere Bereiche des Dienstleistungssektors dürften im Zuge kultureller Modernisierungsprozesse nicht unberührt bleiben: So bedienen sich größere Verwaltungsapparate immer häufiger der Vorteile digitaler Kommunikation, um ihre Abläufe vereinfachen und hinsichtlich Effizienz steigern zu können. Davon ausgehend wäre es möglich, dass auch an dieser Stelle der Wirtschaft Robotertechnik Einzug in das soziale Gefüge erhält und Angestellte im öffentlichen Dienst durch sie in fernerer Zukunft ersetzt wird. Dies wird aufgrund der Größe des tertiären Wirtschaftssektors der Dienstleistungen weitreichende Folgen für Beschäftigungs- und Sozialstruktur haben, die auch Arbeits- und Sozialpolitik tangieren werden.

 

Gemäß den Überlegungen von BELL würde die Generierung und Dekodierung bzw. Verarbeitung von Informationen und theoretischem Wissen eine immense Bedeutung für die Sozialstruktur der „westlichen“ Gesellschaften erhalten, die Gruppe der höher Gebildeten eine durchaus mächtige im gesellschaftlichen System werden (vgl. STEINBICKER 2011: 83-85). Somit würden Bildungseinrichtungen, insbesondere diejenigen der höheren Bildung und in konkreter die Universitäten auch zu Mittlern von sozialstrukturellen Positionen im Klassen- bzw. Schichtungssystem (vgl. STEINBICKER 2011:  65).

 

Eine gänzlich andere Dimension würde erreicht, wenn die Künstliche Intelligenzforschung weit genug fortgeschritten ist, um algorithmisch aus vorhandenem Wissen neues Wissen generieren zu können. In diesem Szenario würden Wissenschaft und Forschung lediglich als Kontrollinstanz der Robotertechnik fungieren, die Sphären des Wissens und der Intelligenz (wobei diese ohnehin als hypothetisches Konstrukt betrachtet werden muss) als solche entweder überfüllt oder gänzlich entleert werden. An der Begrifflichkeit und Auslegung der Intelligenz wird die KI-Forschung voraussichtlich jedoch noch eine Zeit lang zu arbeiten haben, da zum Einen die Konstruktion künstlicher Logik, also rationaler Intelligenz weit weniger fortgeschritten ist als meist angenommen2 und zum Anderen Formen emotionaler Intelligenz bislang nicht in Robotern integriert bzw. rekonstruiert werden können.

 

Die Arbeitswelt sowie die Beschäftigungsstruktur als „zentrale(s) Moment der Sozialstruktur“ (STEINBICKER 2011: 90, Ergänzungen: C.K.) können also durch kulturelle Modernisierung in naher und weitreichender in fernerer Zukunft in großen Teilen beeinflusst oder sogar gänzlich revolutioniert werden. Wenn Robotertechnik und intelligente Maschinerie für derzeit wesentliche Arbeitsabläufe eingesetzt werden, indem ihnen das für die jeweiligen Bereiche notwendige Wissen implementiert werden kann, fungiert der Mensch nicht mehr wie bislang als ausführende Kraft, sondern primär – über die Ressource Wissen und Information – als die Technik prüfende, wartende, kontrollierende Instanz. In diesem Szenario wird insbesondere der Wissenschaft und der Institution Universität eine bedeutende Verantwortung für die Reproduktion oder Veränderung von sozialstrukurellen Zusammenhängen zukommen; Debatten um die Öffnung eines meritokratischen Bildungssystema würden in diesem Szenario von immer größerer Bedeutung. 

 

Nicht jedoch allein die Bildungsinstitutionen einer Gesellschaft werden vor neue Aufgaben gestellt sein; auch verschiedenste Bereiche der Politik werden ihre Aufmerksamkeit vermehrt auf Prozesse kultureller Modernisierung richten müssen, um Strategien zu entwickeln, welche den Einsatz von digitalen Kommunikationstechnologien und Robotertechnik regulieren. Ihnen kommt – den Gedanken BELLs und CASTELLS' folgend – inbesondere die Rolle der Kontrollinstanz zu (vgl. STEINBICKER 2011: 63, 86): Gesetze bezüglich dem Einsatz der genannten Technologien sind in diesem denkbaren Szenario teilweise neu zu definieren, in anderen Teilen gänzlich neu zu verfassen.

 

Einschränkend zu diesen Szenarien lässt sich anmerken, dass sie sich nicht autonom entwickeln werden, sondern stets den Wechselwirkungen und Entscheidungen von Unternehmen und Regierungen unterworfen sein werden (vgl. STEINBICKER 2011: 66. Inwiefern sich Robotertechnologie und andere Formen künstlicher Intelligenz im gesellschaftlichen Leben etablieren, wird maßgeblich davon abhängen, welche Prozesse die Politik und Managements der Wirtschaft in Gang setzen: „Sie (die Technologie, C.K.) stellt nur Instrumentalitäten und Potentiale zur Verfügung – wie sie genutzt werden, hängt von gesellschaftlichen Verhältnissen und Prozessen ab“ (STEINBICKER 2011: 67). Nicht zuletzt werden also auch gesellschaftliche Wert- und Normvorstellungen wie auch die Entwicklung eines kulturellen Bewusstseins daran beteiligt sein, sozialstrukturelle Veränderungen durch künstliche Intelligenz, digitale Kommunikationsformen und Robotertechnik zu befördern oder zu hemmen.

 

Literatur

 

Bolz, Norbert (1999): Niklas Luhmann und Jürgen Habermas. Vortrag im

Rahmen der Freiburger Reden am 16.05.1999

 

Bühl, Achim (1995): Soziologie virtueller Welten. Eine neue Epoche der

Mensch-Maschine-Kommunikation. In: Forum Wissenschaft, Jg. 11, Heft 4/95

(gekürzte Fassung eines Vortrages anlässlich des „Soziologischen

Kolloquiums“ des Instituts für Soziologie der Universität Marburg am

21.06.1995)

 

Gabriel, Oscar W. (2011): Sind wir auf dem Weg in eine post-industrielle

Gesellschaft? Spekulationen und Fakten. Online abrufbar unter:

http://elib.uni-stuttgart.de/opus/volltexte/2011/5983/pdf/gab46.pdf

(zuletzt geprüft: 27.03.2015, 10:02)

 

Marx, Karl/Engels, Friedrich (2009) [1890]: Manifest der kommunistischen

Partei. In: Solga, Heike et al.: Soziale Ungleichheit. Klassische Texte zur

Sozialstrukturanalyse, Frankfurt am Main: Campus, S.75-84

 

Solga, Heike et al. (Hg.) (2009): Soziale Ungleichheit. Klassische Texte zur

Sozialstrukturanalyse, Frankfurt am Main: Campus

 

Steinbicker, Jochen (2011): Zur Theorie der Informationsgesellschaft. Ein

Vergleich der Ansätze von Peter Drucker, Daniel Bell und Manuel Castells,

2. Auflage, Wiesbaden: VS

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1Als eines der besten Beispiele gilt hier sicherlich das Silicon Valley als Ballungsgebiet virtueller Unternehmen, besonders hervorzuheben sind hier die sozialen Netzwerke Facebook und Twitter sowie die Wirtschaftsgiganten Google und Apple.

 

2Zu diesem und weiteren Aspekten der KI-Forschung vgl. auch den Beitrag von Marie HÄNTSCHEL weiter unten auf dieser Seite

 

 

 

 

 

 

 

Pädagogische Dimensionen von Robotik

Nadine Bachmann                                                                                                                    30.03.2015


Die Vielfalt der Systeme im Bereich Robotik ist sehr groß. Zudem bezieht sie sich auf mehrere pädagogische Bereiche. Bildung, Gesundheitswesen und Betreuung sind nur Teile davon. Diese Vielfalt reicht von einfachen Assistenzrobotern und Hilfsmitteln, die schon auf dem Markt vertreten sind, bis hin zu (halb-) autonomen Geräten, die in Interaktion mit Menschen treten können. Viele Produkte gibt es als Prototypen oder sie befinden sich noch in der Entwicklung, die Erkenntnisse über ihren Alltagseinsatz sind noch gering. In vielen Anwendungsbereichen fehlen noch Erkenntnisse über den tatsächlichen Nutzen, über Kosten in der Langzeitanwendung und positive und negative Folgen für Akteure und Gesellschaft. Es besteht deshalb besonderer Forschungsbedarf in nicht technischen Bereichen (z.B. Health Technology Assessment, Soziologie, Sozialpsychologie, Ethik, Recht, Wirtschaft), damit Entscheidungsträger fundierte Entscheidungen treffen können. In der Sozialpsychologie und Soziologie gibt es eine theoretische Auseinandersetzung zur Frage, ob man tatsächlich von sozialer Interaktion sprechen kann, wenn Menschen mit Robotern interagieren. Künstliche Intelligenz agiert auf der Grundlage eines Planungsmodells, d.h., Handlungen geht der Sinn bereits voraus. Dieser passt aber nicht immer mit dem situativen Interpretationen der Nutzer zusammen, was zu Missverständnissen und Kommunikationsproblemen führt. (vgl. Becker et al., 2013) Soziale Roboter werden meist als Kinderspielzeug entwickelt, werden aber auch in der Therapie z.B. von autistischen Kindern oder als Haustierersatz in Pflegeheimen eingesetzt. In der Therapie sollen sie soziale und kognitive Stimulation bieten und werden als Therapiemittel eingesetzt. (vgl. Becker et al., 2013)


Im Folgenden wird kurz auf zwei Geräteformen eingegangen, die auch in Bezug auf eine pädagogische Dimension eine Rolle spielen. Zum einen Telepräsenz- und Assistenzroboter: Sie ersetzen die Anwesenheit eines Menschen, z.B. einer Pflegekraft, eines Arztes oder Therapeuten, oder unterstützen eine Person in der Ausführung von Handlungen. Sie haben damit direkten Einfluss auf die soziale Interaktion von Menschen, indem sie entweder als Medium zur Interaktion dienen, diese ersetzen oder ergänzen. Eine weitere Form sind sozial-interaktive Roboter: Sie haben vor allem das Ziel, mit Menschen zu interagieren und ihnen als Begleiter oder Gefährten zu dienen. Der soziale Aspekt steht dabei im Vordergrund. Sozial-interaktive Roboter simulieren eine Interaktion mit Menschen. Sie sind virtuelle soziale Akteure, die einfach designt sind, um die Illusion einer realen Interaktion zu erzeugen.


Umstritten ist der Einsatz von Robotik, um Einsamkeitsgefühle im Pflegeheim zu überwinden und Kontakte mit Personen oder Tieren zu ersetzen sowie die Nutzung von Roboter-Nannys zur Beaufsichtigung von Kindern. Technisch gesehen sind Robotertiere relativ einfache Maschinen, die sich bereits auf dem Markt befinden. Humanoide oder androide Roboter sind hingegen die Königsdisziplin der Robotik. (vgl. Becker et al., 2013) Es handelt sich um menschenähnliche Roboter, die sich aufrecht auf zwei Beinen fortbewegen. Eine technische Herausforderung dabei ist, den menschlichen Gang zu simulieren. Bislang existieren bereits zahlreiche solcher Roboter, jedoch bewegt sich keiner so fließend und sicher wie ein Mensch. (vgl. Becker et al., 2013)


Beispiele für sozial-interaktive Roboter


- Die Robbe PARO reagiert auf Streicheleinheiten mit einem freundlichen Blick und einem Schnurren. Zudem kann sie ihre Flossen bewegen und gefüttert werden. Sie kostet ca. 5500 Franken. Schon heute arbeiten mehrere PARO in der Schweiz.


- Sony entwickelte den Roboterhund AIBO. AIBO bedeutet auf Japanisch «Partner», steht aber auch für «Artifical Intelligence robot». Es handelt sich um einen Roboter in Form eines kleinen Hundes, der über diverse Sensoren mit der Außenwelt kommunizieren kann. So ist es ihm möglich, Kommandos zu befolgen und auf Streicheleinheiten zu reagieren. Er war für ca. 2000 Franken auf dem Markt. Die Produktion wurde 2006 eingestellt. (ähnlich wie Pleo).


- Roboter als Nannys für Kinder: Sie können dem Begleiter-Paradigma zugeordnet werden. Sie dienen der Unterhaltung des Kindes und sollen gleichzeitig eine Überwachung ermöglichen.


Roboter, die im direkten Kontakt zu Menschen stehen, gehören zur Anwendung mit den höchsten Bedenken (vgl. Becker et al., 2013). Es fällt auf, dass sie zugleich vor allem für die Bevölkerungsgruppen in der Gesellschaft entwickelt werden, die am verletzlichsten sind und am wenigsten selbst über ihre Belange entscheiden können: Kinder, Kinder mit Autismus und ältere Menschen mit Demenz. Die Roboter werden oft als harmlos eingestuft, da scheinbar keine direkten Sicherheitsrisiken mit ihnen verbunden sind. Dennoch werden einige Bedenken geäußert, wenn es z.B. um den Ersatz von Tieren durch Robotertiere geht und den zunehmenden Verlust von direkten Kontakten mit der Natur. Die Folgen für die Entwicklung der Kinder sind noch nicht bekannt. Beispielsweise kann die moralische Entwicklung der Kinder durch den intensiven Kontakt mit Robotern beeinflusst werden, da sie nicht direkt erfahren, was ihre Handlungen für Auswirkungen auf lebende Wesen haben. (vgl. Becker et al., 2013)

 

Mit dem Einsatz von Robotik bei dementen Personen sind vor allem ethische Fragen verbunden, die die Autonomie, Würde und das Wohlbefinden der Menschen betreffen. Mit der Entwicklung von Robotern wie Roboter-Nannys oder Assistenzrobotern für ältere Menschen nimmt das Gefährdungspotenzial, z.B. durch Fehlhandlungen des Roboters oder mangelnde Aufsicht, enorm zu. (vgl. Becker et al., 2013) Auch im Hinblick auf Pädagogische Arbeitskraft in dem Bereich der Betreuung und Versorgung wird eine Gefahr gesehen, da hierdurch viele Arbeitsplätze gefährdet sein könnten.


Ein weiterer Bereich der von Robotik in der Pädagogik betroffen ist, ist der Bereich der Bildung. Und es wird davon ausgegangen, dass in Zukunft dieser Bereich noch ausgebauter wird. Auch hier wird die Robotik und Computertechnologie als Herausforderung für die Pädagogik gesehen. Dies könnte soweit führen, dass die Anwesenheit eines Lehrers ersetzt wird. So können Schüler aus von zu Hause über den Computer lernen. Eine Anwesenheit von Lehrern und Schülern, und somit auch die Institution Schule, wird dann nicht mehr notwendig sein. Ein Beispiel welche Relevanz das Thema Robotik und künstliche Intelligenz für Schüler hat, zeigt sich an dem Projekt „Roberta – Lernen mit Robotern“. Roberta ist ein Ausbildungskonzept, um bei Kindern und Jugendlichen - insbesondere auch bei Mädchen - Interesse für Technik, Naturwissenschaften und Informatik zu wecken. Sie bieten Roboterkurse an, von geschulten Roberta-Teachern durchgeführt werden. Roberta ist ein Projekt, das eher jüngere Jugendliche und Kinder anspricht. Es soll einen hohen affektuellen Effekt bewirken und fördern und somit über einen erfolgreichen Umgang mit einer komplexen Technik (Robotik) das technische Selbstbild. (vgl. http://roberta-home.de/de/konzept/inhalte)
Zudem wird generell der Umgang mit Computern und Technik im pädagogischen Bereich immer bedeutsamer. In Schulen und Jugendzentren etc. wird dieses Medium, gerade in Bezug auf soziale Netzwerke, zunehmend wichtiger. Daher wird auch der Umgang von Fachkräften mit Technologie erforderlich.

 


Literatur:


Roberta – Lernen mit Robotern: http://roberta-home.de/de/konzept/inhalte


Becker, H. et al. (2013): Robotik in Betreuungs- und Gesundheitsversorgung. Zürich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Essay zu „Physik der Zukunft“ von Michio Kaku

Ein wissenschaftlicher Ausblick zur Zukunft der Robotik

Marie-Lisette Häntschel                                                                                                                                                   31.03.2015

 

Michio Kau wagt in „Physik der Zukunft“ (2013) einen Ausblick, wie wir in 20, 70 und 100 Jahren leben werden. Dafür hat er weltweit 300 Forscher zu ihren jeweiligen Forschungsgebieten befragt, wie die gesellschaftliche-technische Entwicklung ihrer Voraussicht nach verlaufen wird. An dieser Stelle sollen seine Ausführungen zur „Zukunft der künstlichen Intelligenz – der Aufstieg der Maschinen“ dargestellt werden.

Werden Roboter die Erde beerben? Ja, aber sie werden unsere Kinder sein.“ MARVIN MINSKY

 

Die nahe Zukunft (Gegenwart bis 2030)

Schon heute gibt es viele Menschen, die einfach Robotersysteme zu Hause haben, welche ihre Wohnungen saugen. Außerdem gibt es bereits Roboterwächter, Roboterfremdenführer und Roboter-Fabrikarbeiter. 2006 gab es Schätzungen zufolge bereits 950000 Industrieroboter und 3540000 Serviceroboter, welche in Gebäuden und Privathaushalten arbeiten. In Zukunft könnte sich die Robotik jedoch auf weitere Bereiche ausweiten, wobei zu sagen ist, dass diese nicht wie ihre Pendants in der Science-Fiction aussehen werden. Den größten Entwicklungssprung könnten sogenannte Expertensysteme machen. Dabei handelt es sich um Softwareprogramme, in welchen das Wissen und die Erfahrungen menschlicher Wesen codiert sind. Dieser Zweig der künstlichen Intelligenz wird als Heuristik bezeichnet, dass heißt, es wird versucht, Logik und Intelligenz in ein system formaler Regeln zu fassen. Den Fortschritten der Heuristik in den letzten Jahrzehnten verdanken wir einige der Suchmaschinen über die wir schon heute verfügen. Dennoch ist bei ihnen klar, dass es sich um Maschinen und nicht um Menschen handelt. In Zukunft jedoch wird es Systeme geben, die derart komplex sind, dass sie menschlich erscheinen und mit sprachlichen Feinheiten und Nuancen umgehen können. Eine praktische Verwendung der Expertensysteme würde sich im medizinischen Bereich finden. Statt wie heutzutage stundenlang in einem Wartezimmer zu sitzen, wenn man sich krank fühlt, könnte es möglich sein, dass man sich vor einen Wandbildschirm stellt und mit einem Robodoc spricht. Dieser würde Fragen stellen und auf jede dieser würden weitere Fragen folgen bis der Computer dazu in der Lage wäre ein Diagnose zu stellen. Diese würden auf den Erfahrungen der weltbesten Ärzte basieren. Dadurch würden sich die meisten Arztbesuche vermeiden lassen und eine enorme Kostendämpfung im Gesundheitswesen zur Folge haben. Wenn es sich um ein ernstes Problem handelt würde der Robodoc den Besuch eines Krnakenhauses empfehlen. Denkt man dies weiter, wird man selbst dort mit Elementen der KI zu tun haben, wie beispielsweise Roboterkrankenschwestern. Eine Robo-Krankenschwester, die bereits existiert ist der mobile RP-6-Roboter, der in Krankenhäusern wie dem ULCA Medical Center eingesetzt wird. Japan ist auf diesem Gebiet führend. Das Land gibt sehr viel Geld für Roboter aus, um die sich abzeichnende Krise bei der medizinischen Versorgung zu lindern. Diese resultiert in Japan vor allem durch den sich extrem schnell vollziehenden demografischen Wandel gepaart mit einer geringen Einwanderungsquote. Dies ist durchaus ein Szenario, welches sich auch in Europa in den nächsten Jahren vollziehen könnte.

 

Mitte des Jahrhunderts ( 2030 bis 2070 )

 

Mitte des Jahrhunderts könnte wir schon von sehr vielen Robotern umgeben sein, jedoch ohne dies wirklich wahrzunehmen, das die meisten wohl eher keine menschliche Gestalt haben werden. Sie werden eher im Verborgenen existieren und unangenehme Arbeiten für den Menschen übernehmen. Eine Entwicklung wäre die der modularen Robotik, an welcher heute schon an der USC ( University of South California ) geforscht wird. Hierbei handelt es sich, um etwa 5cm große Würfel, welche sich beliebig zu verschieden förmigen Robotereinheiten zusammensetzten lassen. Man kann sich dies so vorstellen, als ob man einen Lego-Satz besitzen würde, bei dem jeder Stein intelligent ist. Dies wäre beispielsweise von Vorteil, wenn es ein Hindernis zu überwinden gibt, dann könnte das jeweilige Robotersystem seine Form ändern, um dieses zu überwinden und anschließend wieder seine vorherige Form anzunehmen. Die modularen Roboter könnten ein wichtige Rolle bei der Reparatur verfallener Infrastruktur, wie beispielsweise Brücken spielen, da deren Wartung oft sehr aufwändig und kostspielig ist. Ein anderer möglicher Fortschritt zur Mitte des Jahrhunderts könnten der Einsatz von Roboterköchen, -musikern oder Roboterchirurgen sein. Der menschlichen Hand sind was Geschick und Präzision angeht immer wieder Grenzen gesetzt, außerdem ermüden menschliche Chirurgen während den Eingriffen. Durch den Einsatz von Robotern, welche sogar per Internet von einem Experten für die jeweilige Operation vom anderen Ende der Welt aus gesteuert werden könnten, könnten einige Operationen, wie eine Bypassoperation viel sicherer werden. Ein Vorgänger dieses Zukunftssystems der heute schon bei Operationen verwendet wird, ist der Da-Vinci-Roboter, welcher bereits von 800 Krankenhäusern weltweit eingesetzt wird und bereits 48000 Operationen durchgeführt hat. Zukünftige Medizinstudenten werden lernen, virtuelle 3D Bilder des menschlichen Körpers aufzuschneiden, während ihre Bewegungen im Nebenraum von einer Roboterhand nachgeahmt werden.

 

Mitte des Jahrhunderts könnte die Ära der emotionalen Roboter bereits begonnen haben. Das Motiv der Roboter, als nicht menschliche Wesen , die sich danach sehnen menschlich zu werden, findet man bereits in Pinocchio oder dem Zauberer von Oz, in dem der Blechmann sich Gefühle wünscht.All unsere Emotionen haben sich im Laufe der letzten 100000 Jahre entwickelt, um uns vor den Gefahren einer feindlichen Umwelt zu schützen und haben somit eine entscheidende Rolle für die Evolution des Menschen gespielt. Gefühle sind laut wissenschaftlicher Meinung unabdingbar für Intelligenz. In Zukunft könnten Roboter mit Gefühlen über Leben und Tod entscheiden, wenn beispielsweise Rettungsroboter entwickelt werden würden, welche vorgeschickt werden könnten, wenn man nach Umweltkatastrophen nach überlebenden suchen müsste. Diese Roboter müssten in dem sie umgebenden Chaos entscheiden, wen sie als erstes retten. Sonys Beitrag zum Bereich der emotionalen Roboter war der Roboterhund AIBO. Dieses Spielzeug reagierte, wenn auch primitiv, emotional auf seinen Besitzer, beispielsweise mit Schwanzwedeln auf Streicheln am Rücken. Auch der PLEO, welcher mit seinem Besitzer interagiert könnte in diesen Bereich eingeordnet werden. Des Weiteren könnte es möglich sein Mitte des Jahrhunderts das Gehirn Neuron für Neuron nachzukonstruieren.Wissenschaftler machen schon heute Versuche bei Tieren, in denen Neuronen einzeln stimuliert werden sollen um herauszufinden, wie genau das Gehirn funktioniert. Mit fMRTs ist es bereits heute möglich einzelne Hirnareale zu identifizieren die aktiv sind und Zusammenhänge zwischen Hirnregionen herzustellen. Es wird auch bereits Versucht Hirnaktivität von Mäusen mit Computern zu simulieren. Die heutigen Computer sind allerdings nicht dazu in der Lage dies länger als 2 Sekunden zu bewältigen. Setzt man diese Information in den Zusammenhang zum menschlichen Hirn kann man sich ansatzweise vorstellen was das für die Zukunft der KI bedeutet, wenn man versucht, dass menschliche Hirn und Denken nachzukonstruieren.

 

Die ferne Zukunft (2070 bis 2100)

 

in ferner Zukunft wird es möglich sein, dass Roboter sich ihrer selbst bewusst werden. Kann man heute ihre Intelligenz ungefähr mit der von Küchenschaben vergleichen, so wird es möglich sein, dass sie so intelligent wie Mäuse, Hunde, Katzen oder Menschenaffen werden. Dies bedeutet in der Konsequenz auch, dass sie mit uns konkurrieren werden können. Wann dies möglich sein wird ist unklar, da sich KI-Forscher mit ihren Schätzungen in einem Bereich von in 30 Jahren bis in 200 Jahren bewegen. Hinzu kommt, dass es keinen wirklichen Konsens darüber gibt, was denn „Bewusstsein“ überhaupt ist. Nach KAKU braucht Bewusstsein mindestens folgende drei Elemente: 1. Wahrnehmung und Erkennen der Umwelt 2. Selbstwahrnehmung 3. Ziele setzten und Planen, heißt, Simulieren von Zukunft. Das heißt, dass einige Maschinen so etwas wie ein Bewusstsein entwickeln werden. Denkt man dieses Szenario überspitzt weiter wird der Mensch irgendwann vielleicht überholt sein. In der Evolution setzten sich immer die starken Arten gegen die Schwächeren durch und es könnte durchaus sein, dass der Mensch diesen Schritt der Evolution nicht mehr als Sieger beschreiten wird. Abschließend stellt sich nur noch die Frage, wann es so weit sein wird, dass Roboter oder Computer intelligenter sein werden als Menschen und vor allem, was dann die Konsequenzen daraus sind. Natürlich ist das Szenario einer „friedlichen“ KI das wahrscheinlichste aber die Vorstellungen einiger Wissenschaftler gehen so weit, dass es möglich sein könnte Singularität im Bereich der KI zu erreichen. Dies ist eine zugleich faszinierende und auch beängstigende Vorstellung.

 

Literatur:

Michio Kaku: Die Zukunft der künstlichen Maschinen in: Die Physik der Zukunft - Unser Leben in 100 Jahren, Dezember 2013, Hamburg

 

 

 

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